Pierre Jean Jouves erster Roman "Paulina 1880": sexualisierte Prosadichtung ganz keusch | Bürgerreporter-Beitrag von Christian Vogl
Es klingt nach dem "Sex & Crime" und italienischem Kloster-Softporno, ist aber ein religiöser Hymnus an die Liebe. Eine Mailänder Landadelige wächst Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Männerhaushalt zu einer sinnlich selbstbestimmten Frau heran, die, unverheiratet bleibend, mit einem verheirateten Adeligen eine langjährige Liebschaft unterhält. Wegen moralischer und religiöser Schuldneurosen bestraft sie sich mit einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Mantuaner Kloster, wird aber wegen einer Liebschaft mit einer jungen Nonne ausgeschlossen und schließlich im Jahr 1880 als Mörderin an ihrem auf sie wartenden Liebhaber zu lebenslanger Haft verurteilt.
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