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Von Irma Held |
10.07.2010
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Versteckte Schönheiten
Auf dem Panoramaweg rund um Schwandorf
Hohlwege, stille Waldwege, Felsabbrüche: Der Panoramaweg macht die unterschiedlichsten Naturformen sichtbar.
Der Kreis schließt sich immer um die Kreisstadt, egal welchen Anfangs- und Endpunkt der Wanderer wählt. Der Rundweg um Schwandorf mit seinen 90 Kilometern ist sowieso nicht in ein, zwei Tagen zu bewältigen. Doch der Panoramaweg lässt sich gut in Abschnitte unterteilen. Für mehrtägige Touren gibt es genügend Rast-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf der Strecke, die mal enger, mal weiter, aber immer um den Stadtkern herumführt.
Neben bekannten Routen, durchs Oberpfälzer Seenland, auf den Hirschberg oder ins Charlottenhofer Weihergebiet sind es gerade die weniger spektakulär anmutenden Teilstücke von Holzhaus im Norden bis Büchelkühn im Süden, die völlig neue Stadtansichten bieten. Panoramen eben.
Von Holzhaus aus, einem Bauernhof mit Gastwirtschaft, streift der Panoramaweg das Charlottenhofer Naturschutzgebiet Richtung Naab. Seltene Vögel, wie Grau- oder Silberreiher lassen sich nicht sehen, doch die gerade erblühten Seerosen zaubern Blumenteppiche auf die Wasserflächen und ziehen alle Blicke auf sich.
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Von Irma Held |
10.07.2010
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Versteckte Schönheiten
Auf dem Panoramaweg rund um Schwandorf
Der Weg ist nicht nur gut markiert, sondern gibt immer wieder die Länge der Strecke an. Bilder: Götz (2)
Über Asbach führt der Panoramaweg zum Fluss. Mal direkt am Ufer, mal etwas weiter vom Wasser weg geht es nach Süden. Die Naabauen zeigen sich vielfältig, landwirtschaftlich intensiv genutzt, dann wieder versteppt, verwildert. Lindenlohe bleibt links liegen.
Nach einem kleinen Wäldchen beginnt die Els, wie die Fronberger diese Grünflächen nennen. Angler harren stundenlang und ruhig auf einen guten Fang. Vogelgezwitscher begleitet den Wanderer wie Musik, dazwischen das Rufen eines Kuckucks bis sich Verkehrslärm Gehör verschafft - die Schwandorfer Nordumgehung.
Der verwunschene, wild romantische Park des Fronberger Schlosses steht in krassem Gegensatz zur modernen Geräuschkulisse und entschädigt. Er lädt zum Eintauchen in eine Märchenwelt ein, in Geister-, Spukgeschichten und Legenden, die es zuhauf auf dem Weg um Schwandorf herum gibt. Keine Legende ist, dass die anmutige Caroline von Spiering vom Schloss Fronberg Aufnahme in die Schönheitengalerie Ludwigs I. gefunden hat.
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Versteckte Schönheiten
Auf dem Panoramaweg rund um Schwandorf
Vom Dorfplatz zur Heiwies
Der Weg führt über den Dorfplatz zur Heibruck (Heubrücke) und zur Heiwies. Die Brücke ist eine gute Stelle zum Verschnaufen, um das Panorama mit Dorfansicht und dem Schloss, das über der Naab thront, wirken zu lassen, und die einzige Möglichkeit das Heu von den Wiesen ins Dorf zu bringen.
Gleich nach der Brücke lag früher der Badestrand Fronbergs. Heute schwimmt keiner mehr in der Naab, obwohl das Wasser sauberer ist als in den 70er Jahren. Zwischen den beiden Naabarmen an einem Marterl vorbei geht es weiter zu einem Steg und auf der anderen Seite der Naab nach Krondorf. Erst die Jakobskirche und dann die Enten am Naabufer fordern die Aufmerksamkeit der Wanderer ein.
Nun ist der Volksfestplatz erreicht, die Stelle, die der Schwandorfer Zweigverein des Oberpfälzer Waldvereins, der 2006 den Panoramaweg ausgewiesen hat und auch betreut, als Start und Ziel ausgemacht hat. Dort lässt sich gut parken. Nach dieser Zäsur zeigt sich eine andere Seite der Panoramaweges, die bergige. Scherzhaft, aber nicht zu unrecht nennen die Schwandorfer die Stadtteile auf diesem Part des Panoramawegs Bergdörfer.
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Versteckte Schönheiten
Auf dem Panoramaweg rund um Schwandorf
In den Naabauen bei Fronberg weitet sich der Blick. Bild: eld
Rauf geht es auf den Egidienberg, wo früher Eisenerz gewonnen wurde. Ein Panoramablick von oben nach unten auf die Stadt, übers Naabtal und in die Ferne, Richtung Bayerischer Wald, entschädigt fürs Schwitzen beim Anstieg. So weit hoch gearbeitet, bleibt der Wanderer oben, bahnt sich auch auf alten Feldwegen seinen Weg weiter zur Matthiaszeche, nach Haselbach und Neukirchen, beides preisgekrönte Dörfer.
In Scheckenberg wird es etwas grausiger, nicht der Weg, sondern die Geschichte. Scheckenberg beherbergte einst eine Wasenmeisterei (Abdeckerei) und der letzte bayerische Scharfrichter hatte seine familiären Wurzeln in Scheckenberg. Nach diesem nicht gerade angenehmen Intermezzo muntert der wohl schönste Teil des Weges auf. Völlig überraschend, nie vermutet, tauchen zwischen Naabeck und Wiefelsdorf Felsformationen an alten Hohlwegen auf. Diese früheren Zubringer zu den Handelstraßen, die auf Höhenrücken lagen, weil das Naabtal zu sumpfig war, hat der Waldverein wieder freigelegt hat. Die Steine gehören zu den Abbruchkanten des Oberpfälzer Jura, versteckt wie Preziosen.
Nach den weiten Naabauen fühlt man sich hier in eine gänzlich andere Welt und Landschaft versetzt. Nach diesen Höhenflügen geht es langsam wieder abwärts, der Naab zu, nach Büchelkühn. Wer sich hin und wieder einen Blick zurück gönnt, auf die Bergdörfer, weiß spätestens jetzt, warum der Weg Panoramaweg heißt.
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Anfahrt
Über die A 93 oder B 85 nach Schwandorf zum Volksfestplatz, der als Park- und Wohnmobilstellplatz gut ausgeschildert ist.
Touristische Tipps
Der Panoramaweg ist gut mehr...
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