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Von Peter Tamme |
24.07.2010
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"Raus kommt ihr immer!"
Sommerwanderung rund um Heimhof
Vom Architekten der Georgskirche Hausen stammen auch die Gotteshäuser von Schnaittenbach und Ursulapoppenricht. Bilder: Tamme (3)
Wegen eines verletzten Sprunggelenks ist aus unser ersten ersehnten Frühlings-Exkursion eine Sommerwanderung geworden. Um so größer ist die Freude, wieder ein Stück Oberpfalz "per pedes" zu erleben. Start und Ziel ist die "Burgschänke" in Heimhof unterhalb der mächtigen gleichnamigen Burganlage. Ihren für Gäste reservierten Parkplatz dürfen wir unbesorgt benutzen, weil das Wirtshaus auf unbestimmte Zeit geschlossen ist.
Wir richten uns nach den mit der Zahl Neun markierten Schildern und starten auf dem liebevoll angelegten Wanderweg nach Hausen. Von einem Balkon aus ruft uns eine Frau gute Ratschläge für die spätere Durchquerung des Waldes zu und schließt mit dem Trost: "Raus kommts imma." Zunächst bleiben wir bis Hausen "draußen", passieren ein Marterl mit der Inschrift "Herr, gib uns deinen Segen!" und erfreuen uns an den Heckenrosen, Himbeersträuchern und Walderdbeeren am Wegesrand.
Am Ortseingang von Hausen empfängt uns frühmorgendliches Vogelgezwitscher. Und in der Sonne leuchten in kräftigen Farben mehrere traditionelle Bauerngärten. Als wir zur Georgskirche hinauf wollen, bringt uns ein Schild "Privatweg" zum Stehen. Ein Hausener Einwohner fragt uns, wohin wir wollen. Als wir ihm unser Ziel, die Kirche, verraten, erklärt er uns sehr hilfreich: "Da steht sie doch." Den neubarocken Bau aus dem Kriegs-Jahr 1914 hat der Münchner Architekt Hauberrißer geschaffen, dem auch die Gotteshäuser in Schmaittenbach und Ursulapoppenricht zu verdanken sind.
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24.07.2010
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"Raus kommt ihr immer!"
Sommerwanderung rund um Heimhof
Bei Flüglsbuch fügen sich umweltfreundlichen Speicher aus Holz mit Solar-Dächern harmonisch in die Landschaft ein.
Mit dem Blick auf ein Marterl ("Betet für eure Priester") verlassen wir den malerischen Kirchplatz mit seinen Rotdorn- und Lindenbäumen und wandern nun stetig bergauf auf einem hellleuchtenden Feldweg, begleitet von Kirchglockenschlägen. Wieder "grasen wir mit den Augen" den Wegrand ab: Scabiosen, Kapuzinernelken, Heckenrosen und Salbei sowie Mohnblumen im Getreidefeld. Von einer Bank aus schauen wir nach Norden in die Ferne. Schon vorher haben wir beim Blick zurück die Wallfahrtskirche St. Josef in Zant erkannt.
Das erste Eintauchen in das Waldgebiet bringt Stille und schattige Kühlung. Selbst die Vögel singen nur leise. Ein Futterplatz für hungerndes Wild erinnert uns an die zum Wandern weniger geeignete unwirtliche Winterszeit. Doch dafür gibt es dann keine Mücken. Wie vorhergesagt kommen wir auch wieder heraus und erkennen in südlicher Richtung am Horizont das Truppenübungsplatzgelände Hohenfels und die kahlen Flächen des Schauersteins. Nahe der Gehöftegruppe Aicha verläuft die Gemeindegrenze zwischen Ursensollen und dem Markt Kastl. Bei einem Marterl von 1908 wenden wir uns nach links und gehen auf der kaum befahrenen, schmalen Asphaltstraße von Reusch nach Flügelsbuch. Beim Weiterwandern "der Sonne entgegen" genießen wir die Aussicht auf die hügelige Landschaft, auf reifende Felder, frisch gemähte, duftende Wiesen und dunkle Waldränder.
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"Raus kommt ihr immer!"
Sommerwanderung rund um Heimhof
Die mächtige Burganlage Heimhof thront auf einem ins Hausener Tal vorspringenden Felssporn.
Renovierte Ortskapelle
Den Ortseingang von Flügelsbuch - früher hieß es Vögeleinsbuch - markieren imposante Kastanienbäume. Die renovierte Ortskapelle ist immer für ein Gebet geöffnet. Eine Bank lädt zu einer Pause ein. Dann geht es zum Ortseingang zurück und auf einer zunächst geteerten Straße nach Südosten. Nur ein Quad und ein Traktor überholen uns. Zusammengepresste Grasballen leuchten wie große, runde, weiße Zuckerstücke. Wir passieren ein Marterl nahe einem Trafo-Häuschen und erneut empfängt uns die stille Kühle eines ausgedehnten Waldgebiets. Es geht fast nur noch leicht bergab.
An einer Wegespinne biegen wir nach Nordosten ab und lassen die Wege nach Malsbach und Ransbach rechts liegen. Beim Verlassen des Waldes öffnet sich unseren Blicken das Hausener Tal. Viele Hecken und Gebüsche nützen die gefiederten Sänger für ein Matinee-Konzert. Die felsigen Hänge und die Vegetation mit hohen weiß leuchtenden Holunderbüschen und mit den Wacholderhängen sind typisch für ein Oberpfälzer Jura-Tal.
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"Raus kommt ihr immer!"
Sommerwanderung rund um Heimhof
Krönender Abschluss und optischer Höhepunkt dieser kleinen Rundwanderung ist die imposante Burg Heimhof, die auf einem ins Tal vorspringenden Felssporn thront. Der mittelalterliche Hochbau, das sogenannte "Feste Haus", ist noch gut erhalten. 1922 hat der ehemalige kaiserliche Hofarchitekt Bodo Ebhardt, das heruntergekommene Schloss übernommen und wieder instandgesetzt. Heute befindet sich die Burg Heimhof in Privatbesitz - ebenso wie unser Auto zu ihren Füßen. Erneut bedauern wir die derzeitige Schließung der "Burgschänke". Doch im leeren Biergarten mundet dennoch die mitgeführte Rucksackverpflegung.
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Anfahrt
Von der Autobahn-Abfahrt Amberg-West auf der B 299 nach Ursensollen. Kurz nach dem Ortseingangsschild nach links in Richtung Stockau-Hausen-Heimhof. Dort Parken an der mehr...
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Von der Autobahn-Abfahrt Amberg-West auf der B 299 nach Ursensollen. Kurz nach dem Ortseingangsschild nach links in Richtung Stockau-Hausen-Heimhof. Dort Parken an der mehr...
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