Zwischen Gletschern und Geysiren
Island - eine Insel der extremen Gegensätze
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Gullfoss, der wohl bekannteste Wasserfall der Insel, und die heißen Wasserfontänen von Geysir liegen schon einige Minuten hinter den zehn Rucksacktouristen. Im Landesinneren erwartet sie nun Feuer und Eis, typisch für Island, die größte Vulkaninsel der Welt.
Wie faszinierend die speienden Kegel sind, zeigte sich am 20. März, als der Ausbruch des Eyjafjallajökull die Flughäfen in ganz Europa lahmlegte. "Da hatte ich jede Menge zu tun", erzählt Andrason, der mit seinem Jeep mit den riesigen Reifen neugierige Urlauber nah an den Krater brachte. Der Touristenstrom hält aber das gesamte Jahr über an. Über 300 000 Urlauber, so viel Leute, wie auf der Insel leben, werden heuer erwartet.
Als der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson um 870 Island entdeckte, sah alles viel anders aus. Die Insel bedeckten große Wälder, die aber nach und nach verschwanden, als Brennholz und als Baumaterial. Endlose Steinwüsten wechseln sich jetzt mit roten und schwarzen Lavabergen und Vulkankegeln ab. In einigen davon brodelt es gewaltig. Seit der Entdeckung Islands wurden an die 250 Ausbrüche gezählt. Elf Prozent der gesamten Fläche sind vom ewigen Eis bedeckt. Gletscher mit enormem Ausmaß prägen die Landschaft und im Inneren der Erde kocht es, so wie in Kerlingarfjöll.
Islandpferde und Schafe
Mit dem Bus, die angenehmste Art, in Island zu reisen, da es keine Bahn gibt, geht es in das geothermische Gebiet von Hveravellir. Aus dem Boden dampft es, heiße Quellen sprudeln. Daneben auf den grünen Wiesen grasen Schafe und scherzen Islandpferde. Das war ein Grund für die Schwäbin Andrea, ein viertel Jahr unbezahlten Urlaub zu nehmen. "Es ist hier für mich wie im Paradies, ich habe jeden Tag die Pferde um mich", sagt die 40-Jährige, die die Reitausflüge organisiert. An diesem Tag erwartet sie zudem eine Gruppe mit 100 Tieren, die bei dem Mehrtagesritt in Hveravellir übernachtet.
Hauptstadt mit Charme
Höfn, Skaftavell oder Landmanalaugar sind idealste Ausgangspunkte, um Europas größten Gletscher, den Vatnajökull mit 8300 Quadratkilometern, zu erkunden. Ein Abstecher zum Gletschersee Jökulsárlón, direkt an der Küste des Atlantiks, mit seinen Eisbergen und den Seehunden sollte eingeplant werden.
In Reykjavík endet die Rundfahrt. In den Mittsommermonaten zeigt sich die Hauptstadt mit ihren Galerien und Designerläden von ihrer besten Seite. Die Isländer gönnen sich dann trotz der hohen Kosten ein Bier (die Halbe fünf bis sechs Euro) im Freien und genießen die langen Tage, denn es ist ja 24 Stunden lang hell.
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