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Von (dpa) |
11.10.2010
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Fürth
Stichproben statt Dauerkontrolle
Eltern sollten sich nicht ständig in die Hausaufgaben einmischen
Viele Kinder bekommen Hilfe bei ihren Hausaufgaben. Damit übertreiben sollten Eltern es jedoch nicht, raten Experten. Archivbild: dpa
Beim Hausaufgaben kontrollieren sollten Eltern es nicht übertreiben: Wer akribisch alle Hefte überprüft, kann sonst sogar das Gegenteil erreichen. "Kinder lehnen sich zurück und verlassen sich darauf, dass ihre Eltern sowieso einen Blick darauf haben", erklärt Jörg Künzel von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth.
Besser sei es dagegen, sich gemeinsam einen Überblick zu verschaffen und zu besprechen, an welchem Tag das Kind was erledigen kann. Etwa nach der Grundschulzeit sollten Kinder dann selbst verantwortlich dafür sein.
"Eltern können das ab und zu in Stichproben kontrollieren", sagt Künzel, der bei der bke-Online-Beratung das Forum "Schule und Lernen" betreut. Bei einer Emnid-Studie gaben 87 Prozent der Eltern an, sich sehr intensiv mit den Schularbeiten ihrer Kinder zu beschäftigen. Drei Viertel kontrollieren Hausaufgaben und pauken vor Klassenarbeiten oder Referaten den Stoff durch. Ein Drittel gibt sogar selbst Nachhilfe.
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Fürth
Stichproben statt Dauerkontrolle
Eltern sollten sich nicht ständig in die Hausaufgaben einmischen
Wenn Eltern gemeinsam mit ihren Kindern üben, kommt es vor allem auf den Zeitpunkt an: "Kommen die Eltern gerade von der Arbeit nach Hause und wollen auf die Schnelle alles durchpauken, bringt das nur Stress", warnt Künzel.
Besser sei es, dem Rhythmus der Kinder zu folgen und sich nur dann gemeinsam hinzusetzen, wenn Eltern Zeit hätten und die Kinder aufnahmefähig sind. Ohnehin sei es manchmal effektiver, die Nachhilfe in die Hände einer externen Personen zu geben: "Ein Student kennt sich eher mit den aktuellen Lernmethoden aus und hat auch mehr Distanz zum Kind."
Das Fördern und Nachhelfen hat aber auch Grenzen: Schläft das Kind schlecht, ist unruhig oder klagt häufig über Bauchschmerzen vor der Schule, sollten Eltern nachhaken: "Das sind Zeichen, dass das Kind in der Schule überfordert ist." Statt Sonderschichten im Mathelernen einzulegen, müssten Eltern den Ursachen auf den Grund gehen: "Sie sollten herausfinden, warum das Kind nicht mitkommt."
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