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Von Hans-Jürgen Krehl |
30.07.2011
| Netzcode: 2908178 | 576 Mal gelesen.
Kapellen, Schilder und der "Hundschwanz"
Wandern am südöstlichen Rand des Bayerischen Jura zwischen Freudenberg und Paulsdorf
Viele Teiche begleiten unsere Wanderstrecke und sorgen mit ihren vielfältigen Spiegelungen für massive Verstärkung des satten Juli-Grüns an ihren Rändern. Bilder: Krehl (4)
Sandstein- und Kalksteinfelsen verraten, dass wir geologisch im Umfeld des Bayerischen Jura unterwegs sind und der Sandstein-Untergrund Frankens nicht fern ist: Von Freudenberg aus - zwischen Hirschau und Amberg gelegen - wandern wir auf unserer Tour ins ebenso zwischen drin liegende Paulsdorf. Durch viel Wald führt die Strecke, an ebenso zahlreichen Teichen vorbei, aufgelockert mit Fernblick und eine Besonderheit hat sie auch. Näheres dazu findet sich in der Streckenbeschreibung im Info-Kasten.
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Vom Nordic-Walking-Zentrum bei der Hammermühle im Südwesten von Freudenberg gelegen, beginnt unsere Tour. Das Johanniskirchlein mit seinem Kreuzweg bleibt diesmal links vom Parkplatz außen vor. Es war ohnehin schon einmal ein an dieser Stelle präsentiertes Wanderziel. Der Weg mit der Nummer Zwei ist unsere Markierung, die uns auch wieder auf den Startpunkt zurück bringen. Hier ist auch ausreichend Platz zum Parken vorhanden.
Unmittelbar nach der Freudenberger Kläranlage wenden wir uns scharf nach rechts nach Geiselhof - mit seiner Wegkapelle St. Walburga aus der Zeit um 1840 - hinauf, um am westlichen Dorfrand scharf nach Süden abzubiegen. Hinunter geht es zu den Geiselhof-Teichen, von denen unter Umständen schimpfend und zornig trompetend der Graureiher auffliegt.
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30.07.2011
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Kapellen, Schilder und der "Hundschwanz"
Wandern am südöstlichen Rand des Bayerischen Jura zwischen Freudenberg und Paulsdorf
Der ehemalige Pfarrhof in Paulsdorf vermittelt allein durch sein Äußeres Wohnkultur und Behaglichkeit. Im Hintergrund steht die dazu gehörige Kirche St. Peter und Paul.
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Früher Erz abgebaut
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Bemooste Hügel am Streckenrand und Gleisstücke einer ehemaligen Feldbahn als "Begrenzungspfosten" zeugen von Erzabbau früherer Zeiten. Später stoßen wir auf noch frische Markierungsschilder (liegendes, rotes Kreuz auf weißem Grund), die auf den erst jüngst erschlossenen "Erzweg" hinweisen.
Bis an die Dammkrone gefüllte Bühlteiche zeugen ebenso von den heftigen Niederschlägen dieses Sommers wie später noch an der Strecke teilweise massive Humus-Abschwemmungen aus Äckern und Flur. Ein altes, geschnitztes Wegschild weist darauf hin, dass wir uns auf dem "Hundschwanz-Weg" bewegen - hier ist auch der nördliche Rand von Paulsdorf schon nicht mehr allzu fern. Neben der Kapelle ein kleines Stück entfernt vom Wanderweg gibt ein Lern- und Erlebnis- Bauernhof den Blick frei auf genüsslich vor sich hin kauendes Milchvieh, und ein Stück weiter erwarten Zicklein nicht nur kindliche Streicheleinheiten.
Im Ort überrascht der prächtig renovierte Pfarrhof direkt an der Kreisstraße 18 in Paulsdorf. Der geistliche Herr hatte es damals nicht weit, denn "sein" Kirchturm grüßt herüber, während der Pfarrhof rein äußerlich Bilder eines gepflegt-kultivierten Wohnumfelds in die Fantasie des Betrachters zaubert.
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30.07.2011
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Kapellen, Schilder und der "Hundschwanz"
Wandern am südöstlichen Rand des Bayerischen Jura zwischen Freudenberg und Paulsdorf
Für ein wenig Futter lassen sich die Ziegen auch streicheln.
Sehr reizvoll fasst nur wenige Schritte ins Dorf hinein eine goldgelbe Sandsteinmauer den Aufgang zum Friedhof und das St. Peter-und-Paul-Kirchlein, freilich ohne trennend zu wirken in seinem warmen Farbton. Während vom Landgasthof Aschenbrenner (Telefon 09621/782830) verführerischer Essensduft heraus weht, führt uns die asphaltierte Siedlungsstraße "Bergweg" steil hinauf an den nördlichen Ortsrand (Aussicht!), um nach drei scharfen Haken, vorbei an einem verlassenen Bienenhaus und Altenricht im Südwesten wieder in den Wald einzutauchen.
Nach den Schlanderhof-Teichen treffen wir wieder auf ein Wegstück, auf dem wir vorher schon nach Paulsdorf gewandert waren. Hier wie später zeigen alte und teils schon verwitterte, hölzerne Hinweisschilder, dass wir uns in einer beliebten Wanderlandschaft früherer Jahre bewegen.
Ein Klassiker der Jahreszeit ist Klatschmohn im Getreide.
Besonders deutlich wird das - nachdem wir die Bühlteiche ein zweites Mal passiert haben - an einer Gabelung, in deren Zentrum zwei größere Sandsteinbrocken das Aufeinandertreffen mehrerer Wege markieren. Wir nehmen den rechten Weg und durchschreiten unverhofft ein lichtes Laub-Mischwäldchen, dessen gewundener Wanderweg uns dann wenige hundert Meter vom Startpunkt an der Hammermühle entfernt, oberhalb der Kläranlage wieder ins Bachtal entlässt. Kurz ist auch noch ein Blick auf die Kirchturmspitze des Johanneskirchleins zu erhaschen.
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Streckenbeschreibung
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