Psssst - Spion-Treffen auf der Brücke
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Doch früher war diese Brücke noch viel mehr. Auf ihr tauschten Staaten ihre Spione aus.
Durch Deutschland verlief damals eine Grenze. Sie teilte das Gebiet in zwei deutsche Staaten: in die DDR und die Bundesrepublik Deutschland. Doch an dieser Grenze stießen vor mehr als 50 Jahren auch zwei Mächte aneinander.
Auf der einen Seite stand das Land Sowjetunion mit Verbündeten wie der DDR. Die Verbündeten lagen auf der Landkarte vor allem im Osten. Auf der anderen Seite standen die USA mit ihren Partnern. Zu diesem Lager im Westen zählte die Bundesrepublik. Die beiden Lager waren verfeindet - und versuchten sich gegenseitig auszuspionieren.
Gelegentlich wurden die Spione aber enttarnt in dem Land, das sie auskundschaften wollten. Man steckte sie ins Gefängnis. Dann einigten sich die Länder manchmal nach einiger Zeit: Wir tauschen unsere Spione aus.
Und das passierte zum Beispiel auch auf der Glienicker Brücke. Zum ersten Mal gab es dort am 10. Februar 1962 so einen Austausch. Denn die Brücke lag eher einsam und durch sie hindurch verlief die Grenze zwischen Ost und West. Die Sowjetunion bekam einen ihrer Top-Spione wieder, Rudolf Iwanowitsch Abel. Der Mann hatte wohl jede Menge geheime Informationen aus den USA geschmuggelt. Die Sowjetunion ließ dafür einen US-Piloten über die Brücke laufen. Sein Name: Francis Gary Powers. Er war mit seinem Spionage-Flugzeug über der Sowjetunion abgestürzt.
Dieser erste Austausch ist jetzt 50 Jahre her. Die beiden Lager gibt es so nicht mehr. Die Sowjetunion löste sich auf. Teile davon bilden heute das Land Russland. Doch mancher denkt vielleicht immer noch an Spione, wenn er über die Glienicker Brücke fährt.





















