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Von (rg)  |  10.01.2012  | Netzcode: 3099279  |  385 Mal gelesen.
Weiden

Amberg surft auf der Überholspur

Pilotstadt für Glasfasernetz - In Weiden dagegen weiter Klagen über lahmes Internet

Weiden. (rg) Über 3-D-Fernsehen staunen, hochauflösende Filme aus der Online-Videothek abspielen, TV-Beiträge zeitversetzt verfolgen: All das soll bald via Internet möglich sein. In Amberg. Weite Teile vor allem der Amberger Innenstadt will die Telekom im nächsten Jahr ans Glasfasernetz bringen. Der Datenaustausch läuft dann in Lichtgeschwindigkeit - vor allem im Vergleich mit Weiden.

Hier klagen viele Nutzer nach wie vor über Schneckentempo im Internet. Besserung ist vorerst nicht in Sicht - es sei denn, die Stadt ergreife die Initiative und dränge bei der Telekom auf moderne Lösungen. Sagt Udo Harbers, Pressesprecher eben der Telekom.

In einem Leserbrief machte Thomas Betz seinem Ärger Luft. Er wohnt in Rothenstadt, nutzt seinen Internet-Anschluss dort auch, um auf das 30 Kilometer entfernte Firmennetz zuzugreifen. Mit der verfügbaren "DSL-light"-Verbindung, so schreibt er, "kann man so manche Stunde am Tag mit Warten verbringen, bis sich die eine oder andere Seite des Firmenrechners auf dem eigenen Bildschirm aufgebaut hat". E-Mails gingen gerade mal mit einer Geschwindigkeit von 87 Kilobit pro Sekunde ab - obwohl der Rothenstädter ebenso viele Gebühren zahlt wie der Inhaber eines 16 000-kbit-Anschlusses.

Nur bis 1000 MBit/s



Zumindest dieser Umstand ist leicht erklärt. "Unsere DSL-Tarife bepreisen nicht die real zur Verfügung stehenden Bandbreiten, sondern den unbeschränkten Zugang zum Internet", führt Telekom-Mann Harbers aus. "Optional lassen sich weitere Flatrates für die Telefonie, HotSpot-Zugänge oder Software-Pakete hinzubuchen." Harbers räumt jedoch ein, dass die Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung per DSL nur bis 1000 MBit/s reichen (je weiter die Vermittlungsstelle entfernt ist, desto langsamer) - und die Telekom nicht plane, das Rothenstädter DSL-Netz auszubauen. Wer ist hier gefordert? Laut Harbers die Stadt. Sie "müsste eine Kalkulation der Ausbaumaßnahmen und -kosten bei der Telekom oder einem Wettbewerber anstoßen".

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Kommentare
Karl Brenner  |  11.01.2012 12:29 Uhr

Ich wohne in Rothenstadt und kenne das Problem ebenfalls.
Endlose Downloadzeiten, etliche Dienste, z. B. über TV, können überhaupt nicht genutzt weden.
Von allen Besuchern, die über die Feiertage bei uns waren, wurde unser Internetzugang als steinzeitlich belächelt. Man kommt sich schon ein bisschen vor, als würde man am Ende der Welt wohnen.
Fast erschreckend für mich vor allem aber die Aussage der Telekom, dass diese gar nicht vor hat diesen Zustand zu ändern. Das heißt: auf Dauer kassieren und nur 1/16 dessen liefern, was man bezahlt. Jede andere Firma wäre doch bemüht, Lösungen für ihe Kunden zu finden, die Telekom akzeptiert den Status Quo.
Da lobe ich mir meine Zeitung, die zahl ich auch und bekomme tatsächlich jeden Tag eine komplette Ausgabe geliefert, nicht nur 2 Seiten.

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