Weiden
Schimmel in Schule
Vorerst werden die Heizungen wieder höher gedreht
Nur die Temperatur abzusenken ist nicht genug, um wirklich Geld und Energie einzusparen. Gerade die älteren Weidener Schulgebäude kommen mit der "Temperaturverschiebung", so bezeichnet ein Ingenieur des Hochbauamtes den Dreh am Heizungsventil, nicht zurecht. Folge: in der Montessori-, in der Hans-Sauer-Schule und in der Rehbühlschule macht sich Schimmel breit. Und zwar so massiv, dass sich bereits der Werkausschuss mit dem Problem beschäftigen musste.Das Hochbauamt spricht von einer Verkettung von Ursachen. So mangele es am "Verständnis der Nutzer". Es werde zu wenig oder falsch gelüftet, Fenster würden nur gekippt. Kleine Ursachen mit großer Wirkung: Verstellte Heizkörper, versehentlich geschlossene Ventile, undichte Fenster öffnen dem Schimmel Tür und Tor.
Dies dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass in alten Gebäuden nicht so mit Wärme gegeizt werden könne wie in Niedrigenergiehäusern. Auch dies sei eine Erkenntnis nach dem Energieeinspar-Contracting. Hier wurden nicht nur neue Heizungen eingebaut, sondern eben auch die Temperaturen zurückgefahren, was in schlecht gedämmten Gebäuden zum Auskühlen führe. Feuchte Luft schlage sich an Mauern nieder, bilde den Nährboden für Schimmel.
Rund 370 000 Euro würde die energetische Sanierung der Montessori-Schule kosten. Aber nicht einmal 14 000 Euro für eine Wärmerückgewinnungsanlage sind bisher bereitgestellt. Wie in Rothenstadt wird vorerst einfach kräftiger eingeheizt. In der Rehbühlschule sollen zumindest neue Türen zur Aula die Wärme drinnen und die Kälte draußen halten.
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Kraß! Gleich drei verschimmelte Schulen! Dabei wäre es so einfach, den Schimmelpilzbefall auf den ausgekühlten Wänden sicher zu verhindern: Keine Nachtabsenkung und stetige Fensterfugenlüftung. Letztereist aber derzeit nicht möglich, da die falschen Fenster drin sind: Mit hermetisch schließenden Dichtungslippen.
Hier sollten Nullkosten-Maßnahmen angesetzt werden, um die armen Schulkinder endlich mit gesunder Luft zu versorgen, Heizkosten dicke zu sparen und jeglichen Schimmelbefall zu verhindern.
Und: Nur Baufachleute wissen, was auch jeder Autofahrer weiß: Fahren mit Gas und Bremse (Stop and Go) vergeudet im Vergleich zur gleichmäßgen Fahrweise Sprit, entsprechende Nachtabsenkung von Raumheizungen sogar ca. 30 Prozent!
Das absichtlich Runterkühlen der Räume erzwingt außerdem Luftabkühlung und folglich Tauwasserausfall mit nachfolgender BEschimmelung auf den falsch beheizten und deswegen ebenfalls zu kühlen Außenwänden.
Und Massivbauten kühlen nächtens selbstverständlich nie so brutal aus, wie leichte Dämmbauten.
Fazit: Richtig heizen + Richtig lüften -> Schimmel weg für immer. Dämmstoff braucht es dafrü nicht. Und Wärmerückgewinnungstechnik auch nicht.
Konrad Fischer
Hochstadt am Main
Motto: Nur tote Fische(r) schwimmen mit dem Strom
(Lieblings)-Webseite: http://www.konrad-fischer-info.de