Von (fku) |
16.01.2012
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Weiden
Dunkel und gefährlich
Nach zwei tödlichen Unfällen: Experten raten zu auffälliger Kleidung
Weiden. (fku) Dreieinhalb Jahre nichts. So lange lag der vorerst letzte Verkehrsunfall auf Weidens Straßen zurück, bei dem ein Fußgänger ums Leben kam. Nun hat sich das Bild jedoch dramatisch gewandelt: Innerhalb von zwei Wochen kam es zu zwei tödlichen Unfällen.
Dieselbe junge Frau, dieselbe Stelle - aber eine andere Jacke: Wer mit hellen Klamotten unterwegs ist, fällt in der Winterzeit eher auf. Gerade für Fußgänger kann das manchmal lebenswichtig sein. Bilder: Steinbacher (2)
Zunächst übersah ein junger Autofahrer eine 86-Jährige am frühen Abend des 30. Dezembers in der Leimberger Straße, am Freitag vergangener Woche starb eine 77-Jährige, nachdem sie in der Morgendämmerung von einem Kleinwagen am Hammerweg erfasst worden war. Beide Unglücke ereigneten sich, als die Fußgänger die Straße an Stellen überquerten, wo es weder Ampeln noch Zebrastreifen oder Mittelinseln gibt. So dramatisch sie seien, erklärt Polizeisprecher Günther Burkhard, sie stünden zumindest nicht für eine besorgniserregende Entwicklung. "Das ist definitiv kein Trend, das ist, wenn man so will, ein tragischer Zufall." Einer, der sich auch nicht erklären lässt - zumal die Untersuchungen zu beiden Fällen noch laufen. Burkhard ist deshalb vorsichtig mit einer Bewertung. Ein Grund für die Unfälle könne jedoch sein, "dass es offensichtlich an der Erkennbarkeit der Fußgänger gemangelt hat". Der Polizeisprecher drückt sich bewusst vorsichtig aus - gemeint ist letztlich, dass die Fußgänger keine helle Kleidung trugen und dies besonders schwer wog, weil sich die Unfälle bei Dunkelheit beziehungsweise in der Dämmerung ereigneten.
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Weiden
Dunkel und gefährlich
Nach zwei tödlichen Unfällen: Experten raten zu auffälliger Kleidung
Der Polizeisprecher will damit keinen Vorwurf verbinden - aber einen Appell: Gerade jetzt vorsichtiger sein. Das gilt für alle Bevölkerungsgruppen, besonders aber für Senioren, die am häufigsten in tödliche Unfälle in Weiden verwickelt werden - sechs der neun verunglückten Fußgänger seit 1997 waren älter als 69 Jahre. Als Grund vermutet Burkhard, dass ältere Menschen einfach länger brauchen, um eine Straße zu überqueren, und die Geschwindigkeit von Autos schlechter einschätzen können.
Was also tun? Eigentlich hilft es schon, wenige einfache Regeln zu beachten, wie Heinz Kumpf, Vorsitzender der Verkehrswacht, erläutert. Zunächst empfiehlt er Fußgängern, Reflektoren zu tragen - die gebe es entweder in der Kleidung eingenäht oder zum befestigen per Klettverschluss. Dringend rät Kumpf ferner, Ampeln und Zebrastreifen zu nutzen - auch wenn dies einen Umweg bedeuten mag. Aber natürlich seien auch die Autofahrer gefragt. Sie sollten "nicht nur auf die Verkehrsregeln achten". Wichtig sei auch damit zu rechnen, dass andere Fehler machen.
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Der Polizeipsrecher sollte ruhig einen Vorwurf daraus machen. Mir persönlich begegnen auch des öfteren Exemplare dieser in modischen dunklen Suizideinheitsgrau gekleideten Bevölkerungsgruppe auf der Strasse und ich war jedesmal heilfroh, dass ich noch rechtzeitig reagieren konnte. (Klein-)kindern verpasst man reflektierende Kleidung, Schuhe und Schultaschen, um im Strassenverkehr besser aufzufallen, währenddessen viele Erwachsene - nicht nur Senioren alles dafür tun, sich nicht vom Dunkel der Nacht abzuheben.
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