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Von Frank Werner  |  18.01.2012  | Netzcode: 3108641  |  826 Mal gelesen.
Weiden

Kampf gegen Verödung der Ortskerne

Brigitta Brunner: "Es muss einen Lernprozess bei den Bürgermeistern gegen die Ghettoisierung geben"

Die Oberpfalz wird in den nächsten 15 Jahren rund 3,4 Prozent ihrer Bevölkerung verlieren. Der Norden des Bezirks wird davon besonders betroffen sein. Die Folgen des demografischen Wandels zu bekämpfen gehört zu den Hauptanliegen von Brigitta Brunner. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellt die Regierungspräsidentin am Dienstag fest: "Wir leben in einer Zeit, in der urbane Räume unheimlich attraktiv sind." Zugleich veröden viele Ortskerne auf dem Land, dagegen würden immer neue Baugebiete ausgewiesen. Brunner: "Es muss einen Lernprozess bei den Bürgermeistern gegen die Ghettoisierung geben."

Gebot der Stunde



Mit Argumenten wie niedrigen Lebenshaltungskosten, Familienfreundlichkeit oder dem leichteren Erwerb von Wohneigentum allein sei die Bevölkerung nicht zu halten. Interkommunale Zusammenarbeit wie zum Beispiel bei den Mittelschulen ist nach Brunners Überzeugung das Gebot der Stunde. Außerdem müssten mehr Frauen für technische Berufe gewonnen werden. Beim Ausbau der Kinderkrippen sei besonders der Norden der Oberpfalz sehr aktiv.

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Kommentare
Johann Baier  |  20.01.2012 12:36 Uhr

Die Zeitung „Der neue Tag“ berichtete in ihrer Ausgabe vom Donnerstag, 19.Januar von dem Protest der Bürgermeister im Ldkr. Tir. gegen die Aussage von Fr. Präsidentin Brunner, welche Behördenverlagerungen als strukturpolitisch sinnlos bezeichnet hatte.
Fr. Brunner die als Regierungspräsidentin zweifellos eine Persönlichkeit mit Kompetenz für alle Belange in der Oberpfalz darstellt, hat zurecht auf die Sinnlosigkeit der Verlagerung des ALE-OPF hingewiesen. Sinnlos in dem Zusammenhang das durch die Verlagerung 16 Lehrlinge eingestellt werden und sonst keinerlei positive Impulse für die nördliche Oberpfalz entstehen. Laut einer internen Umfrage im ALE wollen ganze 7 Mitarbeiter in den Norden umziehen. 36 Mitarbeiter werden gerade für 3-4 Tage in Tir. Wohnen und zurück nach Regensburg pendeln. Der Rest wird jeden Tag pendeln. Am ALE herrscht Einstellungsstopp. Frei werdende Arbeitsplätze werden nicht mehr besetzt. Laut einer internen Mitteilung vom Landwirtschaftsministerium wird die Anstellung von den 16 Lehrlingen die „einzige“ strukturpolitische Maßnahme für viele Jahre sein.
Die Verlagerung kostet den Steuerzahler 20 Mio. € und das Resultat sind 16 Arbeitsplätze.
Sie ist ein Feigenblatt der Staatsregierung um die strukturpolitischen Versäumnisse der letzten 30 Jahre im Landkreis Tir. zu kaschieren. Das ganze als sinnvoll für den Arbeitsmarkt in Tir. darzustellen entspricht nicht der Wahrheit. Die Leidtragenden sind die Mitarbeiter des ALE und ihre Familien.

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