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Von Frank Stüdemann  |  26.01.2012  | Netzcode: 3118435  |  260 Mal gelesen.
Weiden/Amberg

Wortkarger Lebensretter mit Benzin im Blut

Jetzt im Kino: "Drive", Nicolas Winding Refns moderner Film Noir mit Ryan Gosling und Carey Mulligan

Driver (Ryan Gosling) lernt seine Nachbarin Irene
Driver (Ryan Gosling) lernt seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und ihren Sohn kennen. Bild: Universum
Der dänisch-amerikanische Regisseur Nicolas Winding Refn mag Blut und Brutalität, hat es aber nicht so mit geschwätzigen Helden. In seinem teils surrealen Knastdrama "Bronson" ließ er Tom Hardy hauptsächlich mit den Fäusten kommunizieren, in "Walhalla Rising" verschlug es Mads Mikkelsen gleich ganz die Sprache. Ryan Gosling spielt den mysteriösen Protagonisten in Refns neuem Film "Driver" - und auch er verschwendet keine Zeit mit langen Reden.

Der 31-jährige Kanadier Gosling, bekannt durch Filme wie "Lars und die Frauen", "Crazy stupid Love" und zuletzt George Clooneys "The Ides of March - Tage des Verrats", wird nicht ganz zu Unrecht als nächster großer Star in Hollywood gepriesen. Als stoischer Fahrer tritt er hier in die Fußstapfen von Clint Eastwood und Steve McQueen: Mit einem Minimum an Mimik gibt er den Namenlosen, der für Recht und Ordnung sorgt und den Schwachen hilft.

Kutscher für großes Geld



Statt einer staubigen Stadt im Wilden Westen muss in "Drive" jedoch Los Angeles als Kulisse herhalten. Der Driver (Gosling) arbeitet bei Tag in einer Autowerkstatt und als Stuntfahrer für Filmproduktionen, bei Nacht macht er gegen Geld den rasanten Kutscher für Räuber und Einbrecher. Gleich in der Anfangssequenz des Films kann man den Driver bei der Arbeit beobachten, sieht, wie er zwei Kunden cool und unbeeindruckt vor der Polizei rettet und dann mitsamt dem Wagen in der Parkgarage eines Sportstadions abstellt, ohne ein Wort oder einen Blick an seine Passagiere zu verschwenden. Sein Job ist nur das Fahren, sonst nichts.

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