27.01.2012
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Weiden
Pärchen fieberhaft gesucht
Nach Tötungsdelikt in Weiden: Fahndung läuft auf Hochtouren - Kombifahrzeug im Visier
Weiden. (ca/mte) Der Spaziergänger, der am Mittwochabend den 66-jährigen Weidener Wolfgang B. schwerstverletzt im Feld an einem Radweg fand, ist der wichtigste Zeuge des Tötungsdelikts. Der junge Mann, der mit seinem Hund Gassi ging, hatte noch versucht, dem Sterbenden Erste Hilfe zu leisten. Zugleich sah er ein junges Pärchen zu einem Auto laufen und davonfahren. Inzwischen hat sich bei der Kripo eine Frau gemeldet, die ebenfalls Angaben zu diesem Paar machen kann.
Neben dem Radweg auf der Weidener Konradshöhe fand ein Spaziergänger am Mittwochabend den 66-Jährigen mit mehreren Stichverletzungen. Der Tatort war am Donnerstag immer noch abgesperrt. Mitarbeiter der Spurensicherung nahmen das Gelände unter die Lupe, Ermittler befragten Anwohner und Passanten. Bild: Huber
Die Kriminalpolizei Weiden konnte die Identität des Opfers noch in der Nacht klären: Demnach handelt es sich um einen 66-jährigen Weidener mit deutscher Staatsbürgerschaft. Wolfgang B. war Rentner. Er lebte getrennt von seiner Frau und hatte sich in den letzten 20, 30 Jahren völlig aus dem gesellschaftlichen Leben des Wohngebiets Konradshöhe zurückgezogen. Seine Familie betrieb früher ein Sägewerk in Weiden. Mit seinem Wohnsitz ist er in einem Haus unweit der Polizeiinspektion gemeldet. Beide Gebäude befinden sich rund 800 Meter vom Tatort entfernt. Das 66-jährige Todesopfer war für die frostigen Temperaturen nicht entsprechend gekleidet. Unter einer leichten Jacke trug es ein Poloshirt, außerdem eine Jeans.
Silber oder hellblau
Nicht erfolgreich verlief dagegen bislang die Fahndung nach dem Fahrzeug, das mittlerweile zwei Zeugen gesehen haben wollen. Vom Kennzeichen sind laut Michael Rebele, Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg, nur Fragmente bekannt.
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Weiden
Pärchen fieberhaft gesucht
Nach Tötungsdelikt in Weiden: Fahndung läuft auf Hochtouren - Kombifahrzeug im Visier
So könnte es sich um eine Neustädter (NEW)oder Weidener (WEN) Nummer handeln. Die Fahndung läuft nach einem Kombi-Pkw mit abgetönten Scheiben im Bereich der Rücksitze und des Hecks. "Der Wagen ist in einem nicht näher definierbaren, hellen Blauton oder silberfarben lackiert", teilte Polizeisprecher Rebele mit.
Am Donnerstag ging die fieberhafte Suche nach dem Tatwerkzeug weiter. Etwa vier Meter neben der Leiche lag eine Armbrust im Gras, ein schwarzes Modell aus Metall, wie es in US-Shops und auf tschechischen Märkten angeboten wird. Allerdings wollte Rebele nicht sagen, ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt. Das Opfer wies Stichverletzungen auf. Zumindest denkbar ist, dass diese durch einen Armbrustpfeil - der an der Spitze einem Metallbleistift ähnelt - hervorgerufen wurden. Die Kripo bezog am Donnerstag einen anderen "Armbrust-Fall" in die Ermittlungen ein, der sich kurze Zeit vor der Weidener Tat in der Nähe von Hütten (Kreis Neustadt/WN) ereignete. Dort war am Mittwoch zwischen 17.15 und 17.45 Uhr ein Mischlingshund von einem Armbrustpfeil getroffen worden. Der Hund überlebte die Attacke. Die Polizei prüfe, ob es eine Verbindung gebe, hieß es. "Aus aktueller Sicht" sei ein Zusammenhang aber eher unwahrscheinlich, erklärte Polizeisprecher Rebele.
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Weiden
Pärchen fieberhaft gesucht
Nach Tötungsdelikt in Weiden: Fahndung läuft auf Hochtouren - Kombifahrzeug im Visier
Keine Details
Klarheit erhoffte man sich von der Obduktion, die für Donnerstag, 12 Uhr, im Institut für Rechtsmedizin der Universität Nürnberg/Erlangen angesetzt war. Die Polizei bestätigte am Donnerstagnachmittag lediglich, dass der 66-Jährige an Stichverletzungen gestorben sei. Details über die Art der Verletzungen und mögliche Rückschlüsse auf die Tatwaffe wollte die Kripo "aus ermittlungstaktischen Gründen" aber nicht nennen.
Der Weidener Oberbürgermeister Kurt Seggewiß zeigte sich schockiert über die Tat. "Es ist schlimm, dass so etwas in Weiden passiert. Aber wir sind hier leider auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft." Innerhalb von nur einer Woche sind in der Oberpfalz fünf Menschen durch Gewaltdelikte ums Leben gekommen. Am Mittwoch, 18. Januar, starben in Altenstadt/WN und Schwandorf jeweils zwei Menschen durch erweiterten Suizid.
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Der Kriminalpolizei Weiden ist eine Woche nach dem Tötungsdelikt an dem 66-jährigen Wolfgang B. ein erster Durchbruch gelungen. Die Identität des jungen Pärchens, das ein Zeuge fluchtartig den Tatort verlassen sah, ist geklärt. Es handelt sich um den 22-jährigen Florian Klöber, Bundeswehrsoldat in Regen, und seine Freundin Katja Röder (23) aus Hütten (Stadt Grafenwöhr). Dringend tatverdächtig ist Klöber. Laut Staatsanwaltschaft steht die junge Frau nicht unbedingt mit dem unmittelbaren Tatgeschehen in Verbindung. mehr...
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Der Kriminalpolizei Weiden ist eine Woche nach dem Tötungsdelikt an dem 66-jährigen Wolfgang B. ein erster Durchbruch gelungen. Die Identität des jungen Pärchens, das ein Zeuge fluchtartig den Tatort verlassen sah, ist geklärt. Es handelt sich um den 22-jährigen Florian Klöber, Bundeswehrsoldat in Regen, und seine Freundin Katja Röder (23) aus Hütten (Stadt Grafenwöhr). Dringend tatverdächtig ist Klöber. Laut Staatsanwaltschaft steht die junge Frau nicht unbedingt mit dem unmittelbaren Tatgeschehen in Verbindung. mehr...
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