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Weiden
In Schoß der Kirche
So viele Eintritte wie seit Jahren nicht mehr
(ca) Stadtpfarrer Siegfried Wölfel sieht das Positive: "Wir haben drei Eintritte." Damit ist seine Pfarrei Maria Waldrast ein gutes Beispiel für ganz Weiden: 22 Männer und Frauen haben sich wieder der Kirche angeschlossen. Und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr (13), auch mehr als 2009 (19). Tatsächlich haben seit mindestens zehn Jahren nicht mehr so viele Christen zurück in den Schoß der Kirche gefunden wie im letzten Jahr.Ebenso hat sich der explosionsartige Anstieg an Kirchenaustritten vom letzten Jahr beruhigt (im Gleichklang mit dem Abebben neuer Missbrauchsfälle). In Weiden kehrten 137 Menschen ihrer Kirche den Rücken (im Jahr 2010 waren es 209).
Auch Pfarrer Wölfel hat 13 Austritte in seiner Statistik. Nur ein Drittel wohnt aber auch in der Pfarrei im Weidener Westen, die anderen "Abtrünnigen" sind in Waldrast getauft und wohnen jetzt beispielsweise in Erlangen oder München.
Wölfel weiß, dass der Hauptbeweggrund für einen Kirchenaustritt noch immer die Kirchensteuer ist. Er fordert eine Alternativsteuer für diese Sparfüchse, eine Art "Kultur- oder Sozialsteuer", wie es sie beispielsweise in Italien gibt, wenn Bürger aus der Kirche austreten. "Es kann doch nicht sein, dass die privilegiert werden und Steuererleichterungen bekommen, die aus der Kirche austreten. Das ist ungerecht."
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Was im Netz nicht steht, jedoch in der Papierfassung: Wölfel fordert eine Ersatzsteuer für "Kirchensteuerflüchtlinge" mit der Meinung das Kirchensteuerzahlende benachteiligt seien. Wer ist denn für diese Benachteiligung verantwortlich? Es war - geschichtlich nachgewiesen - schon immer durch die Kirche verlautbart: Wenn ihr zu Gott wollt müsst ihr zahlen. Was die Kirche vergisst: Ich brauche sie nicht für meinen Glauben, aber sie die Gläubigen um zu bestehen und ernährt zu werden.
Motto: keine Angabe
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