Von Andrea Prölß |
02.02.2012
| Netzcode: 3126004 | 351 Mal gelesen.
Weiden
"Riesenbaby" kommt nach Weiden
Geiger Ulf Wallin und das Münchner Rundfunkorchester bringen Regers Violinkonzert
Das Münchner Rundfunkorchester spielt am 10. Februar in Weiden. Bild: hfz
Geburtsstunde: Zwischen 1907 und 1908. Tonart: A-Dur. Gewicht: üppig. "Es ist ein echter Reger geworden!", verkündete Max Reger voller Stolz seinem Freund Karl Straube und sah euphorisch, wie frisch gebackene Väter so sind, die Zukunft seines "Riesenbabys" schon vor sich: "Ich habe das Gefühl, dass ich mit diesem Violinkonzert die Reihe der Konzerte von Beethoven und Brahms um eines vermehrt habe."
Und damit sollte er Recht behalten. Gut 100 Jahre später zählt die Fachwelt Regers Violinkonzert A-Dur zu den ganz großen Würfen in der Violinliteratur. "Ein Werk, das man getrost in einem Atemzug mit den großen Violinkonzerten von Beethoven und Brahms, Bartók und Berg nennen darf", so die Einschätzung von Harald Roth, künstlerischer Leiter der "Weidener Meisterkonzerte". "Ein Werk, das leider viel zu selten gespielt wird. "
Vierte Aufführung in Weiden
Umso mehr freut es ihn, dass es am 10. Februar in der Max-Reger-Halle auf dem Programm stehen wird - die vierte Aufführung in Weiden seit 1992. "Das ist schon fast weltrekordverdächtig", so Roth. Denn andernorts ist dieses Werk selten zu hören.
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Weiden
"Riesenbaby" kommt nach Weiden
Geiger Ulf Wallin und das Münchner Rundfunkorchester bringen Regers Violinkonzert
Die Gründe, warum viele Interpreten einen Bogen um Regers Violinkonzert machen, liegen auf der Hand. Da wäre zum einen die Spieldauer von gut einer Stunde - "allein der erste Satz dauert fast 30 Minuten", so Roth. Zum anderen sind die spieltechnischen Herausforderungen an Solist und Orchester immens. Dass man in Weiden diese Herausforderungen meistern wird, davon ist Harald Roth überzeugt. Erstens ist das Weidener Publikum wie kein anderes Reger erprobt, zweitens hat man Interpreten verpflichtet, die sich mit dem Werk intensiv auseinander gesetzt haben und durch eine gemeinsame CD-Aufnahme bestens vorbereitet sind. Als Abrundung seiner Gesamtaufnahme von Regers Violinwerken hat der schwedische Geiger und Reger-Experte Ulf Wallin, Professor an der Hochschule für Musik Berlin, erst vor kurzem das Violinkonzert eingespielt. Die Aufnahme erscheint voraussichtlich im Herbst beim Label "Classic Produktion Osnabrück" (cpo).
Ulf und Ulf plus Orchester
Abseits ausgetretener Pfade bewegt sich auch das Münchner Rundfunkorchester, mit dem Ulf Wallin für diese Reger-Einspielung einen idealen Partner gefunden hat. Bekannt als "Münchens erstaunlichstes Orchester" hat sich das Ensemble auf die Aufführung selten gespielter Werke spezialisiert. Chefdirigent ist seit 2006 Ulf Schirmer, dessen Entdeckerfreude und Lust auf Neues sich auch im Weidener Programm niederschlägt.
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Weiden
"Riesenbaby" kommt nach Weiden
Geiger Ulf Wallin und das Münchner Rundfunkorchester bringen Regers Violinkonzert
So erklingen am 10. Februar neben Regers Violinkonzert auch Wagners "Faust-Ouvertüre" und von Liszt die symphonische Dichtung "Von der Wiege bis zum Grabe". Zwei weitere musikalische Schätze, kaum bekannt und wenig gespielt, die vom Rundfunkorchester vorgestellt werden. Für Harald Roth ein "außergewöhnliches Konzertereignis in der Max-Reger-Stadt Weiden", für das sich auch der Bayerische Rundfunk angekündigt hat.
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Ulf Wallin und das Münchner Rundfunkorchester: 10. Februar (20 Uhr) in der Max-Reger-Halle Weiden.
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