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Weiden
Sie bringen Patienten in Topform
Noah mit Klumpfüßen geboren - Ärzte der Unfallchirurgie behandeln mit Gips mit Erfolg
Weiden. (mte) Gerade mal vier Wochen und ein paar Tage alt ist Noah - und schon sind seine beiden Beine von den Zehen bis zum Po eingegipst. Der Grund: Noah Schäfer kam am 30. Dezember im Klinikum Weiden mit Klumpfüßen zur Welt. "Die Eltern waren geschockt", weiß Oberarzt Zakaria Abo-Mostafa.
Viel Zeit hat sich der Oberarzt gelassen, sie über das Krankheitsbild und die Gegenmaßnahmen aufzuklären. Vermutlich stehen Sabrina und Stefan Staufer deshalb am Dienstag so gefasst vor ihrem Baby, das sich in seiner Winzigkeit auf der Liege im Behandlungszimmer Nummer 1 der Unfallchirurgie fast verliert. Noah schreit hier seinem fünften Gipswechsel entgegen. Drei Ärzte und eine Krankenschwester stehen bereit. Papa Stefan wartet lieber draußen.Der Klumpfuß ist eine angeborene Verformung des Fußes, bei der meist drei Fehlbildungen zugleich auftreten: Spitz-, Sichel- und Hohlfuß. Die Ferse zeigt dabei nach innen, so dass Betroffene früher oder später unter Schmerzen des gesamten Bewegungsapparats auf dem Fußaußenrand, in schweren Fällen sogar auf dem Fußrücken gehen. In extremen Fällen eines Klumpfußes kann die Fußsohle nach oben gerichtet sein.
Behandelt wird die Fehlstellung in Deutschland erst seit etwa 10 Jahren unblutig, erklärt Chefarzt Dr. Thomas Neubauer-Gartzke. Wie? Schrittweise und sanft werde die Fehlstellung der Füße korrigiert, indem die Ärzte die gut formbaren und flexiblen Weichteile eines Säuglings ausnutzen. "Je früher die Behandlung also beginnt, umso besser." Schmerzen spüre das Baby dabei nicht, erklärt Dr. Neubauer-Gartzke. Der Mann hat Erfahrung. In dessen Klinik für Unfall-, Handchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin im Klinikum Weiden ist Noah längst nicht der erste Patient mit diesem Krankheitsbild.
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