07.02.2012
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Weiden
Kältewelle eingefroren
NT/AZ-Wetterexperte: Ende des eiskalten Wetters nicht in Sicht - Jetzt kommt auch noch Schnee
Weiden. (we/dpa) Es bleibt knackig kalt in der Oberpfalz: Ein Wetterumschwung ist laut NT/AZ-Wetterexperte Andy Neumaier nicht in Sicht. Mähring im Landkreis Tirschenreuth war Montagnacht mit minus 24,2 Grad der Gefrierschrank im Bezirk. Bundesweit landete die Grenzgemeinde damit aber nur auf Platz 20.
Winterfreuden am Rußweiher bei Eschenbach (Kreis Neustadt/WN): Für Schlittschuhläufer herrschen ideale Bedingungen. Die Wasserwacht mahnt trotzdem zur Vorsicht. Bild: myd
Die Eis-Wetterlage erinnert laut Neumaier an den letzten ähnlich strengen Winter im Jahre 1956 - nur fing dieser damals schon vor Weihnachten an. Im nördlichen Landkreis Tirschenreuth wurden jetzt auch schon bis zu minus 26 Grad gemessen. In Grafenwöhr wurden am Samstag minus 24 Grad erreicht, in Kümmersbruck minus 21,1 und in Weiden minus 19,5. Direkt über dem Erdboden gemessen war es aber auch hier jeweils noch 3 Grad kälter.
Der Mitterteicher Wetterexperte stellt fest: "Das sind nun alles keine Rekorde, beachtenswert ist eher die Tatsache, dass diese Kälte mit so wenig Schnee auskommt. Hätten wir noch flächendeckend mehr als zehn Zentimeter Schnee, so müssten wir uns mit noch einmal fünf bis zehn Grad weniger anfreunden." Frosttiefen im Boden von bis zu 50 Zentimetern seien bald flächendeckend vorhanden, ein echtes Ende der Kältewelle sei nicht absehbar. Heute fällt nach Neumaiers Prognosen aus dichten Wolken ab und an etwas Schnee. Immerhin verhindere die Bewölkung, dass es dann nachts erneut extrem auskühle.
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Weiden
Kältewelle eingefroren
NT/AZ-Wetterexperte: Ende des eiskalten Wetters nicht in Sicht - Jetzt kommt auch noch Schnee
Neuer Kälteschub
Am Donnerstag kommt mit einem neuen Kälteschub aus Russland zunächst vorübergehend mehr Schnee, der bis zu fünf Zentimeter bringen kann. Danach geht's mit dem sonnigen Wetter weiter und es wird kälter. Abermals sind von Freitag bis über das Wochenende in klaren Nächten und mit frischem Schnee bis zu minus 25 Grad zu erwarten. Neumaier: "Was in der kommenden Woche passiert, ist noch unsicher, momentan sieht es danach aus, als würde mit einer etwas milderen Strömung die Temperatur ab Dienstag auf Werte zwischen minus fünf und null Grad ansteigen."
Die Kältewelle sorgt unterdessen für Schwierigkeiten im Bahn- und Schiffsverkehr. Zahlreiche Pendler zitterten am Montag wegen verspäteter Züge auf den Bahnhöfen, zugefrorene Schleusen brachten den Schiffsverkehr zum Erliegen. Nach Angaben eines Bahn-Sprechers waren mehrere Weichen und Signalanlagen gestört. In München hätten sich Züge dadurch um durchschnittlich 10 bis 15 Minuten verspätet. Auch in Nürnberg gab es Probleme. Der Schiffsverkehr im Freistaat wurde mancherorts komplett eingestellt. Der Main-Donau-Kanal war auf einer Länge von 115 Kilometern gesperrt, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg berichtete. 32 Schiffe konnten nicht weiterfahren.
Schleusen zugefroren
Wegen zugefrorener Schleusen konnten auch auf der Donau zwischen Kelheim und Untergriesbach (Landkreis Passau) keine Schiffe mehr fahren. Auf dem Main ruhte der Schiffsverkehr zwischen Bamberg und Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart).
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