Von Bürgerreporter/in Alexander Grundler  |  23.03.2009  | Netzcode: 1764668  |  192 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Weiden

Größter Wunsch: viele Zuschauer

Rollstuhlbasketballer des Behinderten- und Vitalsportvereins Weiden kurz vor dem Aufstieg

Bild zu Rollstuhlbasketballer des Behinderten- und Vitalsportvereins Weiden kurz vor dem Ziel
Plakat des Heimspieltages am 4. April 2009. Die Spiele finden um 10 und um 14 Uhr in der Realschulturnhalle in der Kurt-Schumacher-Allee in Weiden statt.
Die Rollstuhlbasketballer des Behinderten- und Vitalsportvereins Weiden e. V. (BVS) sind kurz vor ihrem Ziel, dem verlustpunktfreien Aufstieg in die Regionalliga. In der aktuellen Saison 08/09 haben die BVS Rollis bis dato alles gewonnen was es zu gewinnen gibt.

Egal wie der Gegner auch hieß - ob Amberg, Ravensburg, Ellwangen, Tübingen usw. - niemand konnte bisher die Mannschaft um Spielertrainer Stefan Kessler schlagen. Am Samstag, 4. April, versucht die Mannschaft um 10 Uhr und um 14 Uhr das schier Unglaubliche: Sie möchte auch die letzten beiden Heimspiele gewinnen und somit erstmals in der Vereinsgeschichte den verlustpunktfreien Aufstieg in die Regionalliga Süd perfekt machen.

Ein hohes Ziel, das sich die Sportler hier gesteckt haben, aber Stefan Kessler sagt dazu: „Uns ist durchaus bewusst, dass es schwer wird, auch die beiden letzten Spiele siegreich zu gestalten. Aber wir werden alles daran setzen, unsere Mission zu erfüllen. Wir haben es über die Saison geschafft, unsere Leistung konstant hoch zu halten und unser Team ist von Zusammenhalt und gegenseitigem Einsatz geprägt. Also rein von den Grundvoraussetzungen her ist es möglich. Allerdings schmerzt uns am meisten, dass wir immer zu Heimspieltagen vor leeren Rängen spielen müssen. Egal was wir bis dato versucht haben, die Ränge waren meist nur spärlich besetzt. Manchmal kommen wir uns dabei vor wie Aussätzige mit denen man nichts zu tun haben möchte. Ich kann die Menschen nur bitten, uns am 4. April um 10 Uhr und um 14 Uhr zu unterstützen. Sie werden sehen, wir werden sie nicht enttäuschen.“

Wenn man den Trainer diese Worte sagen hört, erkennt man auch ganz deutlich die Enttäuschung über die wenigen Zuschauer. Auch ist dies leider ein Beispiel dafür, dass in der Gesellschaft viel über die Integration behinderter Mitmenschen gesprochen wird, aber wenn es gilt, hier positive Signale zu setzen, passiert meist wenig. Mit einem Fest der Demokratie haben wir Bürger aus Weiden und Umgebung gezeigt, dass wir für demokratische Grundwerte stehen. Lassen Sie uns am 4. April zeigen, dass bei uns auch behinderte Mitmenschen, die großartigen Sport bieten, integriert und willkommen sind.

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