Weiden
Illuminati
Ein Pflichttermin für alle Cineasten - Die etwas andere Filmbetrachtung
Am 14. Mai 2009 ist es endlich soweit, mögen manche Kinofans sagen: Der Film „Illuminati“ kommt ins Kino. Der Film basiert auf der Geschichte des gleichnamigen Bestsellers von Dan Brown. Tom Hanks greift seine Rolle als Harvard-Professor Robert Langdon wieder auf und erneut befasst er sich in der Geschichte mit der Symbolik und der Historie der Katholischen Kirche.Dabei darf man nicht vergessen das es sich bei diesem Stoff um eine reine Verfilmung eines Romans handelt. Aber trotzdem reagiert die Kirche in einigen Teilen eher gespalten auf den Film. Dies war auch schon bei „The Da Vinci Code – Sakrileg“ der Fall. Damals wurde auch zu Protesten gegen den Film aufgerufen. Nun stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage: Ja warum in aller Welt geht die katholische Kirche hier derart auf die Barrikaden?
Ich denke es ist vom Autor des Romans und auch von den Filmemachern einfach geschickt gemacht. Sie geben dem geneigten Zuschauer einfach das Gefühl, durch die Vermischung von Tatsachen und Fiktion, ja vielleicht ist da etwas dran. Genau dieses Gefühl ist es jedoch welches die katholische Kirche in Zeiten von steigenden Kirchenaustritten und immer mehr Abwendung von der Kirche (in Teilen der Gesellschaft) überhaupt nicht brauchen kann.
Erzbischof Velasio De Paolis, der Leiter der vatikanischen Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten, behauptet sogar, Brown verfälsche die katholische Lehre und vergifte den Glauben. Der Vatikan verweigerte sogar sämtliche Drehgenehmigungen für alle Kirchen der Stadt. Für ihn sind die Romane und die Verfilmung reine Blasphemie.
Da darf man nun durchaus gespannt sein, ob diese Taktik, so wie es bereits bei „The Da Vinci Code – Sakrileg“ der Fall war, nicht nach hinten los geht. Denn auch bei „Sakrileg“ führten die Diskussionen im Vorfeld zu einem riesigen Ansturm an den Kinokassen.
Die Vermarktung des Filmes deutet auf einen ähnlichen Erfolg hin. Der Film selbst ist in der gleiche Machart erstellt wie der Vorgänger – die Geschichte äußerst spannend und in sich auch schlüssig. Zuschauer die sich mit der katholischen Kirchengeschichte nicht explizit auseinandergesetzt haben, mögen durchaus dazu neigen, die eine oder andere Feststellung für bare Münze zu nehmen.
Die Ausstattung des Filmes ist immens, so wie auch die angebliche Gage für den Hauptdarsteller Tom Hanks: Sie soll 80 Millionen Euro betragen. Zusammenfassend kann man sagen: Ein fabelhaft inszeniertes Kinoerlebnis für alle, die schon lange einmal wieder ins Kino gehen wollten.



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