Regensburg
Oberpfälzer Pflichtfilme (Folge 16)
Filmtipps für Oberpfälzer Kinos in der Woche vom 26. Oktober bis 1. November 2009
Regensburg. (Christian Vogl) Das von Medard Kammermeier und Sascha Keilholz neu geschaffene Regensburger Filmfest "Heimspiel" bietet noch drei Tage Gelegenheit, aktuellen Tendenzen des Deutschen Films nachzuspüren. Besonders ans Herz gelegt seien die beiden verbleibenden Filme der Christian-Petzold-Werkschau.
Christian Petzold: Toter Mann (2001)
Erster Petzold-Film mit mythisch gelagerten Figuren (die Loreley und die Undine kommen uns schon in den ersten Einstellungen in den Sinn) und seine erste Zusammenarbeit mit Nina Hoss. Termine und Plot vgl. unter www.heimspiel-filmfest.de/2009/toter_mann/
Christian Petzold: Jerichow (2008)
Der bislang letzte Langfilm Petzolds deutet eine zwar minimale, aber doch registrierenswerte Öffnung der bis dato streng schwenkfreien Kameraarbeit an. Einher geht ein Plot ohne Ausflüge ins Mystische. Es wird sich zeigen, ob das allein aus dem Rückgriff auf eine literarische Vorlage (James Cains The Postman Always Rings Twice) resultiert oder, großkotzig formuliert, tatsächlich eine neue "Phase" in Petzolds Werk einläutet. Termine und Plot vgl. unter www.heimspiel-filmfest.de/2009/jerichow/
Quentin Tarantino: Inglourious Basterds (2009)
Zwar wird der neue Tarantino weithin überschätzt, und er stellt formal einen Rückschritt zu den Vorgängerarbeiten Kill Bill und Death Proof dar. Aber das zweite Kapitel des Films und vor allem das fünfte, das dem Kino eine weltgeschichtliche Erlösungskraft zwischen Sintflut und Fegefeuer attestiert, sind jeweils so vorzüglich gelungen, dass man ob des anhaltend hohen Niveaus von Tarantinos Filmkunst den Hut ziehen muss. Termine und Spielorte vgl. auf
http://www.oberpfalznetz.de/kino/0-255-___19.08.2009_26.08.2009_0_179423__,1,0.html
Sam Taylor: Safety Last (1923)
Harold Lloyd war in den 1920er Jahren populärer als Buster Keaton. Safety Last zeigt, dass er manchmal auch dessen Meisterschaft erreichte.
(Akademiesalon Andreasstr. 28, Regensburg. Sonntag 18 Uhr)
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