Weiden
Oh Du fröhliche
Der Konsumwahn nimmt seinen alljährlichen Lauf
Na, haben Sie schon Ihre Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr? Nein – ich ganz ehrlich gesagt auch nicht. Aber langsam merkt man wieder, dass der Konsumwahn seinen alljährlichen Lauf nimmt. Da werden Geschenke gekauft, für die Oma, die Uroma, die Nichte, die Tante, dass Kind, den Schwager usw. Die Liste ist bei manchen Mitmenschen schier endlos.Sicher haben Sie recht, wenn Sie jetzt sagen: „Das ist doch meine Sache wem ich etwas schenke und wem nicht.“ Aber vergessen wir vor lauter Konsumieren nicht die eigentliche Botschaft des Weihnachtsfestes, die Geburt von Jesus Christus? Auch Worte wie Nächstenliebe und soziale Verantwortung sollten doch gerade in der Vorweihnachtszeit wieder an Bedeutung gewinnen. Aber leider lassen wir uns hier doch allzu oft von den schön gezeichneten bunten Werbelandschaften verlocken und auch beim Einkauf noch von Weihnachtsmusik einlullen, um dann noch mehr zu konsumieren.
Auf der anderen Seite gibt es in unserer Gesellschaft und auch in unserer Stadt Menschen die mit Schrecken an die ach so bunte Weihnachtszeit denken. Die nicht wissen, wie sie ihren Kindern Geschenke machen sollen. Auch wissen sie oft nicht wie sie verhindern können, dass ihre Kinder schon zu Konsumaußenseitern in Kindergarten, Schule und Gesellschaft verkommen. Denn einem Erwachsenen kann man ja noch deutlich machen, warum man sich keine Geschenke leisten kann, aber erklären Sie das einmal einem Kind, welches traurig ist, dass es keine bunten Päckchen erhält.
Das sind die zwei Gesichter unserer Gesellschaft, die es nach meiner Ansicht, gerade in der Weihnachtszeit zu vereinen gilt. Denn wir sprechen immer von der Schere zwischen arm und reich. Aber ist es nicht eine sozialgesellschaftliche Aufgabe diese Schere wieder kleiner werden zu lassen? Können wir nicht auf die eine oder andere Gabe verzichten und sie lieber an soziale Projekte in unserer Stadt geben?
Man kann jetzt sicherlich sagen, in Deutschland geht es doch noch allen relativ gut und ich spende lieber für andere Länder und helfe dort. Das ist sicherlich auch eine wichtige Aufgabe. Aber oft vergisst man darüber auch die Probleme im eigenen Land und in der eigenen Stadt. Denn es gibt sicherlich in jedem Ort in Deutschland genug Menschen, die unsere Hilfe benötigen und sich auch darüber freuen.
Ich würde mir wünschen, dass es gelingt, dass wir dieses Jahr bewusster schenken und vielleicht auf die eine oder andere Ware verzichten und dafür lieber etwas für sozial Schwache in unserer Gesellschaft tun, das können auch kleine Dinge sein, denn jeder von Ihnen kennt sicher eine Person oder Familie im Umfeld, die Hilfe benötigen, oft auch schon in kleinen Dingen und Sie werden sehen, das positive Gefühl, das man dabei empfindet, jemanden direkt und unmittelbar helfen zu können.
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