Von Bürgerreporter/in Nicole Koller  |  04.05.2010  | Netzcode: 2302448  |  1209 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Hahnbach

Neues aus meinem Familienleben

Ein Samstag mit meiner Familie

Bild zu Neues aus meinem Familienleben
"Grüne Kunst am Bau". Bild: Nicole Koller
Letzten Samstag haben wir das Büro meines Liebsten „begrünt“. Das heißt, wir haben – nach langem Hin und Her mit mir, die ich ja eher ein sonniges Gelb empfohlen hätte – die Wände seines Arbeitszimmers grün gestrichen. Für die ganz Detailverliebten – es war ein Eimerchen „Jadegrün“ von Aldi, das letzte Woche im Angebot war. Nun - der Papa meinte, das wäre doch eine schöne und lustige „Familienveranstaltung“, das gemeinsame Streichen. War es auch – mindestens eine Viertelstunde…

Nachdem unser kleiner, vierjähriger Sohn sich mehrmals umentschieden hatte, ob er denn noch weiter kleckst, oder doch schon fertig ist und lieber derweil in seinem Zimmer ein neues Lager errichtet, zog ich ihn dann kurz vor der Mittagszeit endgültig komplett um. Selbst die Socken musste er wechseln, da ich mich nicht für kleine, grüne Fußspuren in unserem Haus begeistern konnte…

Unser großer Sohn half uns recht lange mit und begrünte sogar noch das Rolloband, was er aber entschieden von sich wies – selbstverständlich mit dem erhobenen grünen Zeigefinger…

Als dann der jüngste Maler ein Stockwerk tiefer in einen großen Sicherheitsabstand zum frisch gestrichenen Büro gebracht war, kochte ich noch mal eben schnell ein leckeres Süppchen für uns – denn wir hatten ja noch was vor: In der Zeitung hatte ich gelesen, dass an diesem Samstag eine Führung am Bienenpfad in Eberhardsbühl stattfinden würde. Davon hatte ich schon mal im letzten Jahr von einer Nachbarin gehört, deren Kindern das auch sehr gut gefallen hatte. Deshalb mussten wir ja auch rechtzeitig essen, weil es da schon um 14 Uhr losging.

Als wir nun erstaunlich frühzeitig im Auto saßen – was vermutlich daran lag, weil wir dafür zeitsparenderweise das Geschirr auf unserem Küchentisch zurückgelassen hatten - bemerkte ich beim Zurückblicken, dass unser Kleiner das seit dem Vortag vermisste Stückchen Schinkenbrot, das ihm wohl beim Einschlafen auf dem Rückweg vom Fußballspiel seines großen Bruders aus der Hand gerutscht war, und von mir danach nicht wiedergefunden werden wollte, entdeckt hatte. Ich legte es zurück in die dazugehörige Brotzeitdose, die netterweise auch im Auto auf die Rückkehr des Schinkenbrotstückes gewartet hatte.

Zum Treffpunkt am Beginn des Bienenlehrpfades waren wir übrigens sehr pünktlich, was dann mit einer minutenlangen Wartezeit auf eine wirklich zu spät gekommene Familie gebührend belohnt wurde…
Die Führung war sehr schön und echt interessant – kann man als Familienunternehmung wirklich weiterempfehlen.

Und auf dem Rückweg entpuppte sich dann noch das etwas eingetrübte Getränk in der Autositzrückseitentasche unseres Großen als die vermeintlich ein paar Tage zuvor bei der Autolackiererei zurückgelassene Trinkflasche unseres Jüngsten. War selbstverständlich nicht mehr genießbar. Aber dafür haben die bei der Lackiererei keinen schlechten Eindruck von uns, dass wir unsere Sachen einfach bei ihnen rumstehen lassen und dann vergessen.

Schlechte Eindrücke hinterlasse ich doch lieber schriftlich bei der OWZ – da erfahren es schließlich mehr!

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