Von Bürgerreporter/in Nicole Koller  |  05.07.2010  | Netzcode: 2396375  |  1158 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Hahnbach

Neues aus meinem Alltag

Technik, die (mich) begeistert

Vor einiger Zeit habe ich ein Fotobuch fertiggestellt, was aber – wie zu erwarten – mit kleinen technischen Problemen verbunden war. Los ging das Ganze ja schon, als ich Fotos mittels Scanner auf unseren Laptop übertragen wollte. Erst einmal konnte ich das passende Kabel nicht finden. Da konnte mir dann mein Mann weiterhelfen, der dann eines der Kabel anschloss, welches ich bereits mehrmals(!) ausprobiert hatte ...

Danach musste er aber gleich weg, weshalb ich nun mit meinem nächsten Problem alleine zurückblieb: Das Laptop „erkannte“ den Scanner nicht als neuen Mitarbeiter. Ich hab es dann irgendwie geschafft, dass die beiden doch noch beschlossen, mit mir und untereinander zusammenzuarbeiten, indem ich alles mögliche angeklickt und bestätigt hatte, ein Installationsprogramm aus dem Internet heruntergeladen hatte, und dann - sprach der Scanner spanisch mit mir. Das tut er übrigens immer noch – ist mir aber mittlerweile wurscht – nicht weil ich in der Zwischenzeit Spanisch gelernt habe – nein, durch einfache weibliche Intuition fand ich schnell heraus, was er von mir will.

Nun kam mir besagtes Fotobuch dann während der Herstellung auch zweimal „abhanden“, was mir auch bis heute ein Rätsel ist. Das erste Mal ist es von alleine wieder aufgetaucht, das zweite Mal erst durch die Hilfe meines Mannes. Der hat es dann unter „Classic 05.11.09(!)“ gefunden. Unter diesem Namen hatte ich das im Leben nicht abgespeichert, aber wohl das „selbständige“ Programm des Fotobuchanbieters. Unter diesem unsinnigen Namen hatte auch ich schon vorher nachgesehen, aber natürlich nichts gefunden… Vielleicht kann das jemand nachvollziehen…? Ich habe meinem "Projekt" dann sicherheitshalber einen anderen Namen gegeben, den ich hier aus Rücksicht auf Kinder, die das eventuell lesen, nicht veröffentlichen möchte, da es sich um ein einschlägiges Schimpfwort handelt, das ich aber zum Abbau meiner Agressionen gegenüber diesem Fotobuchprogramm dringend brauchte ...

Nun - hochladen auf die Internetseite des Fotoanbieters zum Bestellen ließ ich das Werk dann von meinem Angetrauten. Sicher ist sicher – nicht dass dann alles auf Spanisch übersetzt ist.
Und als es dann da war, war die Freude natürlich groß – aber gleich nach dem Auspacken stellte ich fest, dass ich das Handbuch des Programms nicht gelesen hatte. Denn es war mir leider beim Bearbeiten nicht aufgefallen, dass auf dem Cover des Fotobuches ein Teil der Schrift in dem Bereich war, der dann bei der Herstellung umgeknickt wird.

Ich habe selbstverständlich telefonisch versucht, diesen Fehler der Fotofirma anzuhängen, weil die beim Hochladen keinen Fitzel dazu bemerkt haben, aber dafür bei jedem zweiten Foto nachgefragt haben, ob das so in Ordnung ist, weil die Auflösung net so toll war. Mir wurde dann gesagt, dass das alles im Handbuch steht. Wer liest sowas von vorne bis hinten und weiß dann noch alles????

Normalerweise ich. Ich lese alle Beschreibungen, die unter fünfzig Seiten lang sind sehr gewissenhaft. Aber so ein Fotobuch, das kann man auch ohne so eine Beschreibung machen, oder? Noch dazu war das ja schon mein zweites (beim ersten habe ich auch nicht das Handbuch gelesen, sondern immer meinen Mann gefragt, wenn ich was nicht hingekriegt habe – der sieht auch viel besser aus, wie so ein Handbuch) und ich habe letzten Winter schon mal einen Fotokalender gemacht. Aber auch dieser reiche Erfahrungsschatz nutzte mir da nichts.

Und erst recht nicht dabei, als ich aus Versehen mein(!) Geburtsjahr neben die ersten Babyfotos meiner Schwester und ihren Geburtsmonat eingegeben habe. Das habe ich dann – meiner Meinung nach sehr unauffällig – mit einem wasserfesten Stift gelöst. Es war das erste, was ihr an dieser Seite aufgefallen ist… Sieht aber trotzdem nicht schlimm aus.

Der Rest ist wirklich gut gelungen – abgesehen von den „Brammeln“ in den Gesichtern meiner Nichten, die beim „Rote-Augen-Entfernen“ entstanden sind, und im Herstellungsprogramm noch nicht sichtbar waren.

Nun – meine Schwester hat sich trotz der kleinen Fehler sehr darüber gefreut, und ich bin stolz auf mein Werk. Und auch ohne Handbuchstudium habe ich wieder eine Menge über Computer und Technik gelernt. Und Spanisch könnte ich ja mal an der Volkshochschule lernen – nur für alle Fälle ...

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