Hahnbach
Neues aus meinem Familienleben
Alles selbst gemacht!
Letzte Woche hatte unser großer Sohn vormittags schulfrei, nachmittags Schulfest und mein Mann Geburtstag. Zur Feier dieses Tages „befreiten“ wir den Jüngsten vom Kindergartenbesuch und wollten vormittags gemeinsam ins Hocko, anschließend aufs Schulfest und dann nach Hause und abends mit den Verwandten grillen.Vorher musste allerdings noch ein bisschen was für den Geburtstag vorbereitet werden. Ich wollte zum Beispiel das Tsatsiki (für dieses Wort gibt es übrigens drei verschiedene Schreibweisen – werde sie nach Möglichkeit alle in dieser Geschichte mal benutzen…) schon anrühren – das erste Mal „selbst gemacht“, ohne perfekt abgestimmtes Gewürzpackerl. Das war uns nämlich ausgegangen…
Nachdem ich nun dank meiner lieben Nachbarin im Besitz des Rezeptes war, fing ich gleich mal damit an, den Quark kräftig zu salzen. Beim Betrachten unserer Knoblauchvorräte wurde mir aber dann schnell klar, dass sie zwar im Tontopf hübsch aufgehoben waren, aber die Hitze der letzten Wochen hatte sie innen völlig ausgetrocknet. Da stand ich nun mit meinem gesalzenen Quark! Ich habe dann erstmal die Salatgurke dazu geraspelt – so sah es zumindest schon mal so aus wie Zaziki.
Da uns aber auch die Grillkohle ausgegangen war, und ich fälschlicherweise am Tag zuvor nur Grillbriketts besorgt hatte, was – wie nun auch ich mittlerweile gelernt habe - durchaus einen großen Unterschied macht, lohnte sich der deshalb vorm Schwimmbadbesuch eingeplante Einkauf doch gleich doppelt.
Zur Sicherheit nahm mein Mann dann doch noch eine Würzmischung fürs Tzatziki mit. Habe ich aber dann nicht gebraucht, sondern das Begonnene nach dem traditionellen Nachbarin-Rezept hervorragend beendet und dann den Rest der Knoblauchknollen wieder ordentlich in den hübschen Aufbewahrungstontopf in die Sonne rausgestellt…
Zum Nachtisch gab es dann selbstgemachtes Eis (Himbeer-Erdbeer und Schoko), mit dem ich schon vorher bei einzelnen Gästen angegeben hatte. Als ich dann die beiden Plastikbehälter, in denen sich der leckere Nachtisch befand, aus dem Gefrierschrank holte – da war es dann extrem gefroren (wie schon die Bezeichnung „Gefrier“ im Wort „Gefrierschrank“ vermuten lassen könnte). Ich stellte die beiden Gefäße abwechselnd in den noch vom Semmeln und Ciabatta-Aufbacken angewärmten Ofen und ins mit heißem Wasser gefüllte Spülbecken. Als ich in Erwägung zog, die Nachspeise in der Mikrowelle zu schmelzen – da nahm sich mein Mann des Eises an und zerhackte es mit unserem besten Fleischmesser. Geschmeckt hat es sehr gut – ausgesehen, naja. Dabei besitzen wir sogar einen Profieiskugelportionierer, wie die Eisdielen…
Für alle Grillkohlen- bzw. Grillbrikettunterschiedsinteressenten noch eine Kurzerklärung dazu: Grillkohle glüht schneller – die Briketts dafür länger. Wenn man vorhat, die halbe Nacht durchzugrillen, sind letztere hervorragend dafür geeignet. Guten Appetit!



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