Tirschenreuth
Im Notfall stets Herr der Lage
Seit 25 Jahren sind die Helfer im Landkreis "vor Ort"
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| Stefan Weberpals (39) aus Mitterteich ist einer der "Helfer vor Ort". Bild: Harald Mohr |
Ausgerüstet mit einem Funkmeldeempfänger, werden sie alarmiert, wenn in ihrem Bereich ein Notfall eintritt. Jeder „Helfer vor Ort“ hat eine Notfallausrüstung. Zum Einsatz fährt er mit seinem Privat-Pkw mit Dachaufsetzer. An den größeren Standorten mit mehreren Helfern in Mitterteich, Bärnau, Immenreuth, Wiesau und im Fichtelnaabtal steht ein eigener Dienstwagen zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Gebrauchtwagen, die umlackiert und mit Funk versehen wurden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leitet der „Helfer vor Ort“ Sofortmaßnahmen ein, erkundet die Lage und gibt eine qualifizierte Meldung an die Rettungsleitstelle ab.
„Heute ist der Landkreis relativ gut abgedeckt“, sagt Holger Schedl. Auch die Ausrüstung ist längst auf einem einheitlichen Stand. Seit dem Jahr 1995 haben die „Helfer vor Ort“ Rettungsrucksäcke mit modernster Ausrüstung. Ungefähr vor zehn Jahren wurden die Helfer auch mit Früh-Defibrillationgeräten ausgerüstet. Damit war die Ausrüstung komplett.
Rund 13 500 Einsätze hatten die „Helfer vor Ort“ im Landkreis Tirschenreuth schon, das entspricht einem Durchschnitt von etwa 520 pro Jahr. Umgerechnet auf einen Tag bedeutet dies, dass im Landkreis im Schnitt 1,5 mal am Tag ein „Helfer vor Ort“ zum Einsatz kommt.
Und die Bedeutung der Helfer steigt weiter. Seit dem 1. Juli dürfen sie auch zu Notfalleinsätzen alarmiert werden, bei denen kein Notarzt nötig ist, zum Beispiel bei Knochenbrüchen. Die Helfer vor Ort werden auch ganz von selbst aktiv: In Immenreuth gründete die BRK-Bereitschaft Kemnath vor einigen Wochen zusammen mit der Bergwacht Tannenberg einen neuen Standort für „Helfer vor Ort“. Sie haben sich gleich in Eigenleistung ein Einsatzfahrzeug selbst hergerichtet. Und das wurde auch schon eingesetzt: Schon mehr als 30 Mal wurde der neue Standort alarmiert.
Wer jetzt selbst aktiv werden will, rennt offene Türen ein: „Nachwuchs ist immer gefragt“, macht Holger Schedl Mut. Die nötige Sanitätsausbildung wird selbstverständlich vom BRK kostenlos geleistet. Interessenten melden sich am besten bei der Teamassistentin der Servicestelle Ehrenamt beim BRK-Kreisverband Tirschenreuth, Sabine Hundt (Telefon 09631/2222).



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