Wir sind alle Geologen
Geologischer Dienst zeigt im GEO-Zentrum Wanderausstellung
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| Auch schöne Mineralien aus der Region gibt es natürlich zu bestaunen. Bild: Harald Mohr |
Da klang ein wenig Neid mit, denn der promovierte Geologe wohnt im geologisch ziemlich langweiligen Ingolstadt. Dass die vom LfU geschaffene Ausstellung als erste Station außerhalb der Dienststelle Hof ins GEO-Zentrum kam, wurde dort mit Stolz aufgenommen. Als "Bayerns obersten Geologen" bezeichnete Leiter und Geologenkollege Dr. Frank Holzförster anerkennend den Gast.
Dass die Ausstellung ausgerechnet im GEO-Zentrum zuerst zu sehen sei, läge daran, dass so etwas "sonst in Bayern so nicht zu finden" sei, sagte dieser. Da habe man auch keine Mühen gescheut, die 24 massiven Steinplatten ins Foyer im Obergeschoss zu schleppen, welche die Deckentraglast wohl an ihre Grenzen bringen. Jede der einen Quadratmeter großen Platten besteht aus einem anderen urbayerischen Gestein, alle zusammen verkörpern 500 Millionen Jahre Erdgeschichte.
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| Auf Original-Gesteinen aus der Region kann man einen Spaziergang über 500 Millionen Jahre Erdgeschichte machen. Bild: Harald Mohr |
Und während die verging, lag die Oberpfalz genau "mittendrin", wie Dr. Roland Eichhorn schwärmte. Landmassen schoben sich zusammen und bewirkten Störungszonen, die hinter dem Vulkanismus in der Region, aber auch hinter deren geologischer Vielfalt stecken. Diese war ja auch der Grund, das kontinentale Tiefbohrprogramm ausgerechnet an dieser Stelle durchzuführen. So schließt sich der Kreis zum GEO-Zentrum an der KTB.
Die Ausstellung wurde aber nicht speziell für diesen Ausstellungsort konzipiert, sondern so, dass man sie an verschiedenen Orten zeigen kann. Zu diesem Zweck hat man Infotafeln gemacht, die die geologische Vielfalt von ganz Bayern zeigen. Sie alle sind bei diesem ersten öffentlichen Auftritt zu sehen. An anderen Orten, so die Ausstellungsmacher, könne man aber auch nur einen Teil zeigen, der zu der entsprechenden Region passt.
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| Der oberste Geologe Bayerns Dr. Roland Eichhorn führte in die Ausstellung ein. Im Hintergrund Bürgermeister Andreas Meier und Dr. Frank Holzförster (links). Bild: Harald Mohr |
In der Ausstellung gibt es alle Flyer der Reihe "Geologie erleben" des Bayerischen Umweltministeriums (dem das LfU nachgeordnet ist) kostenlos zum Mitnehmen. Alle sozusagen staatlich anerkannten Geotope Bayerns sind da einzeln beschrieben. Sehr empfehlenswert für alle, die auch außerhalb der Region einmal auf Entdeckungstour gehen möchten.
An der Museumskasse zu kaufen ist das dreisprachige (deutsch, tschechisch, englisch) Büchlein "Erdgeschichte des Oberpfälzer Waldes" samt geologischer Karte. Empfehlenswert für alle, die tiefer in die Materie einsteigen wollen. Den Besuch der Sonderausstellung wird man verbinden mit dem der neuen Dauerausstellung, die es seit gut zwei Jahren gibt.
Das Museum ist ganzjährig und täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr (in den Monaten November bis April von 10 bis 16 Uhr). Details und abweichende Öffnungszeiten an den Weihnachtsfeiertagen unter www.geozentrum-ktb.de. Harald Mohr







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