Weiden
Was macht der neue E-Post-Brief? 2. Teil
Für jeden Brief eine sechsstellige TAN aufs Handy
Für Laien noch mal deutlich gemacht: Der Briefschreiber tippt den „Schrieb“ in die Tastatur des PC und am nächsten Tag kommt der geschriebene Brief im Kuvert fein säuberlich beim Empfänger an. Hört sich recht verständlich und simpel an.Unter der Überschrift „Kuriose Anmeldeformalitäten“ schrieb ich vor einiger Zeit,
dass man gar nicht so ohne weiteres durch dieses Dickicht von Passwörtern, Registrierungs-Codes und Transaktionsnummern (TAN) hindurch findet.
Den Datenschutz und die Sicherheit der Identität hat hier die Post zur
obersten Priorität in diesem neuen System gemacht. Und genau das führte zu diesem Wirrwar und einem undurchschaubaren Dschungel von Begriffen. Für Otto-Normalbriefschreiber/innen dürfte diese Neuheit aus der Internet-Welt der Blogger und Hacker nicht die passende Kommunikation zum Empfänger einer Nachricht sein. Für ihn/sie dürfte die gute alte Briefmarke weiterhin das Mittel der Wahl sein.
Der Standardbrief kostete mich 1,85 Euro statt 55 Cent!
Einem Leserbrief in der SZ vor einigen Tagen konnte ich genau dieselben Klagen entnehmen und noch mehr: Die derzeit noch bestehende Unsicherheit bei den Gebühren, also dem Briefporto, ist zu beanstanden. Ich hatte die Hürden bis zum endgültigen Briefeschreiben genommen und erlebte sogleich den „Beschiss“. Der erste Brief (Standard) kostete gleich mal 1,65 Euro, der zweite Brief dann normales Porto 55 Cent und der dritte stand dann mit 1,85 Euro zu Buch.
Das Guthaben von zunächst 10 Euro (Abbuchung vom Bankkonto) hatte sich also gleich auf 5,95 Euro vermindert – statt auf 10 Euro minus 3 x 55 Cent = 8,35 €. Die Briefe sollen zumindest tatsächlich angekommen sein. Ist auch schon ein Erfolg, jedoch ein teuerer! Zu diesem Gebührenthema konnte ich beim Kundenservice einen Sachbearbeiter in der Zentrale Bielefeld sprechen.
Negative Erfahrungen bei der Einführung der E-Post - Reine Neugierde!
Der sprach gleich von Hunderttausenden von Anrufern und hatte Verständnis für mein Porto-Problem (es sei „bei vielen Briefschreibern so eingetreten und wird nachträglich gutgeschrieben“) Das Gespräch entwickelte sich so interessant, dass darüber noch eine weitere Geschichte für die OWZ folgen könnte.
Es darf noch angefügt werden, dass ich diese „neue Mode der Post“ natürlich nicht mitmachen müsste, doch der eigentliche Grund war die pure Neugierde, wie das geht.
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