Amberg
Der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) kommt meist auf leisen Sohlen
|
| Dr. Stephan Bouschery, Internist-Nephrologe-Hypertensiologe® und Oberarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum St. Marien. Bild: Petra Scharf |
Hypertonie kündigt sich nicht - wie viele andere Erkrankungen - gleich durch Krankheitssymptome an. Und anders als vielfach angenommen, hat ein erhöhter Blutdruck auch nichts damit zu tun, ob man angespannt oder überaktiv ist: Äußerlich ruhige Menschen können genauso an Bluthochdruck leiden wie jemand, der aufbrausend und nervös ist. Erst wenn der Bluthochdruck längere Zeit besteht oder stark ausgeprägt ist, können sich bestimmte Symptome einstellen, wie zum Beispiel Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Sehstörungen oder Ohrensausen. Da diese Symptome jedoch normalerweise nur leicht sind und auch durch Stress oder andere Faktoren ausgelöst werden können, dauert es oft viel zu lange, bis ein bestehender Bluthochdruck erkannt und behandelt wird.
Wenn die Gefäße leiden...
Häufig begeben sich Patienten erst dann in medizinische Behandlung, wenn es Jahre nach dem Beginn der Erkrankung zu Folgeschäden an verschiedenen Organen gekommen ist. Denn der ständige Überdruck auf die Arterien kann zu Einengungen des Gefäßquerschnitts führen, was wiederum Durchblutungsstörungen zur Folge hat. Außerdem kann die Arterienwandschicht nachgeben, wodurch es zu einem so genannten Aneurysma (Gefäßaussackungen) kommt. „Aneurysmen erhöhen die Gefahr, dass die Blutgefäße reißen und bergen ein erhöhtes Risiko beispielsweise für einen Schlaganfall, wenn ein Gefäß im Bereich des Gehirns reißt“, so Dr. Stephan Bouschery, Internist-Nephrologe-Hypertensiologe® und Oberarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum St. Marien.
...leiden auch die Organe
Bei zu hohem Blutdruck ist das gesamte Gefäßsystem stark belastet, weil die Gefäße einem höheren Druck standhalten müssen. Am Herz kann eine Blutdruck bedingte Schädigung der Gefäße zu Herzschmerzen (Angina pectoris) oder letztendlich zu einem Herzinfarkt führen. Im Gehirn können sich Durchblutungsstörungen unter anderem durch einen Schlaganfall äußern. Zudem leiden auch die Augen unter einer Hypertonie: Schäden an den Arterien der Netzhaut können zu Blutungen oder Flüssigkeitsaustritt aus den geschädigten Gefäßen führen, die die Funktionsfähigkeit des Auges beeinträchtigen und Sehstörungen bis zur Erblindung zur Folge haben. „Ein weiteres Organ, das häufig durch Bluthochdruck geschädigt wird, ist die Niere. Eine Einschränkung der Nierenfunktion ist gefährlich: Kann die Niere ihren Ausscheidungsaufgaben nicht mehr in genügendem Maße nachkommen, sammeln sich giftige Substanzen im Blut an und es droht ein Nierenversagen“, so Dr. Bouschery.
Wissen ist Macht
Je eher man weiß, dass man an Bluthochdruck leidet, desto früher kann der Arzt eine Therapie einleiten, um Folgeschäden vorzubeugen. Die meisten Menschen erfahren bei einer ärztlichen Routineuntersuchung von ihrem Bluthochdruck.
Ein regelmäßiger Check-up beim Arzt ist daher wichtig, um „leise“ Erkrankungen wie die Hypertonie festzustellen. Misst der Arzt einen Blutdruck von über 140 mmHg für den systolischen (oberen) Druck und mehr als 90 mmHg für den diastolischen (unte-ren) Druck, gilt der Blutdruck als erhöht. Die Hypertonie wird dadurch definiert, dass der Blutdruck bei mehrmaligen Messungen an verschiedenen Tagen in Ruhe über diesen Werten liegt.
Maßnahmen zur Behandlung des Bluthochdrucks
“Bei leichtem Bluthochdruck können der Abbau von Übergewicht, salzarme Ernährung, das Vermeiden von Nikotin und Alkohol sowie viel Bewegung wieder zu normalen Werten führen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus oder liegen stärker erhöhte Werte vor, muss der Bluthochdruck durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten behandelt werden. Moderne Medikamente ermöglichen eine unproblematische Dauerbehandlung, oft reicht eine Tablette am Tag. In manchen Fällen kann auch die Kombination zweier oder mehrerer Präparate notwendig werden.
Die Mittel sind in der Regel gut verträglich. Welche Behandlungsstrategie individuell am geeig-netsten ist, entscheidet der Arzt in Absprache mit dem Patienten. Die Wahl des geeigneten Arzneimittels hängt u.a. von der Blutdruckhöhe, von Begleiterkrankungen oder dem Alter des Patienten ab. Wichtig zu wissen ist, dass die Arzneimittel zwar die Werte senken, die Erkrankung jedoch nicht heilen“, erläutert Oberarzt Dr. Bouschery.
Viel diskutiert wird auch immer wieder die Frage nach einer kochsalzarmen Ernährung.
„Viele Untersuchungen, auch aus jüngster Zeit, haben den Zusammenhang zwischen erhöhter Kochsalzaufnahme und Blutdruckanstieg bestätigt. Dieser ist im höheren Lebensalter stärker ausgeprägt als bei Jüngeren. Die Wirkung der meisten blutdrucksenkenden Medikamente wird durch Verminderung der Kochsalzaufnahme verstärkt.
Medikamente können auf diese Weise eingespart werden und auch salzunempfindliche Hochdruckkranke haben so einen Nutzen von der Kochsalzbeschränkung. Von besonderem Nutzen ist die Kochsalzbeschränkung für alle Zuckerkranken mit Bluthochdruck, da Zuckerkranke eine verminderte Kochsalzausscheidung durch die Niere haben“, so Dr. Bouschery.
-
Eva Maier
AOVE GmbH
Bürgerreporter/in seit 03.03.2009
200 Beiträge -
Petra Scharf
Klinikum St. Marien Amberg
Bürgerreporter/in seit 09.06.2009
142 Beiträge -
Michael Bäumler
Europa-Berufsschule Weiden
Bürgerreporter/in seit 02.03.2009
103 Beiträge -
Matthias Schwarz
60plus Sulzbach-Rosenberg
Bürgerreporter/in seit 13.03.2010
76 Beiträge -
Birgit Specht
RV Eintracht Elbart e.V.
Bürgerreporter/in seit 23.04.2010
75 Beiträge -
Christian Wolfram
SpVgg Weiden
Bürgerreporter/in seit 04.02.2009
67 Beiträge -
Ferdinand Sperber
Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Waldsassen (KuBZ)
Bürgerreporter/in seit 04.02.2009
53 Beiträge -
Evi Steiner-Böhm
Wunderhof
Bürgerreporter/in seit 01.02.2009
53 Beiträge -
Brigitte Kohl
Kommunalunternehmen "Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach"
Bürgerreporter/in seit 31.03.2009
52 Beiträge -
Emmerich Klaus
Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen"
Bürgerreporter/in seit 08.02.2009
51 Beiträge
-
Bürgerreporter/in seit 02.02.2009
166 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 10.01.2011
120 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 19.11.2009
112 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 09.02.2009
104 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 04.03.2009
58 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 25.09.2009
43 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 04.02.2009
41 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 23.10.2009
38 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 09.02.2009
38 Beiträge -
Bürgerreporter/in seit 03.01.2010
36 Beiträge
-
Renate Buchfelder
St.Michael-Zentrum, Diakonie Weiden
Bürgerreporter/in seit 11.01.2012
Ich habe gerade meinen ersten Beitrag verfasst! -
Elisabeth Lorek
Evangelische Kindertagesstätte Erlöserkirche
Bürgerreporter/in seit 17.11.2011
6 Beiträge -
Rosemarie Brack
HO-KI-O Hochbegabte Kinder Oberpfalz
Bürgerreporter/in seit 21.10.2011
9 Beiträge -
Hans Hofmann
Mundarttheater "Dlustigen Konrader" Weiden
Bürgerreporter/in seit 06.10.2011
-
Karin Siegel
Oberpfalzverein und privat
Bürgerreporter/in seit 04.10.2011
Ich habe gerade meinen ersten Beitrag verfasst! -
Maria Meier
Ökumenischer Gebetskreis "Wahres Leben in Gott" www.wlig.de
Bürgerreporter/in seit 06.07.2011
7 Beiträge -
Judith Lang
Grundschule Wiesau
Bürgerreporter/in seit 04.06.2011
2 Beiträge -
Christian Schießl
Mittelschule Neunburg
Bürgerreporter/in seit 29.05.2011
5 Beiträge -
Jürgen Kellner
Clubfreunde Vilseck
Bürgerreporter/in seit 23.05.2011
17 Beiträge -
Klaus Meyer
Dorfgemeinschaft Wernersreuth
Bürgerreporter/in seit 23.05.2011
Ich habe gerade meinen ersten Beitrag verfasst!
-
Bürgerreporter/in seit 09.02.2012
-
Bürgerreporter/in seit 02.02.2012
-
Bürgerreporter/in seit 26.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 24.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 23.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 23.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 18.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 17.01.2012
-
Bürgerreporter/in seit 13.01.2012
-
Renate Buchfelder
St.Michael-Zentrum, Diakonie Weiden
Bürgerreporter/in seit 11.01.2012
Ich habe gerade meinen ersten Beitrag verfasst!



versenden
drucken
Leserbrief



















