Von Bürgerreporter/in Brigitte Kohl  |  25.08.2010  | Netzcode: 2467002  |  1252 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Sulzbach-Rosenberg

Beikost im Still-Café

Bild zu Beikost im Still-Café
Im Still-Café am St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg wurde Beikost für junge Säuglinge gekocht. Bild: Brigitte Kohl
Am Montag, 23. August 2010, wurde im Still-Café am St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg Beikost für junge Säuglinge gekocht. Sr. Michaela Herrmann, Leitung des Still-Cafés, begrüßte die zahlreichen interessierten Mütter mit ihren Kindern.

Bevor jedoch die selbst zubereiteten Breie gekostet werden konnten, gab Sr. Michaela Herrmann eine kurze theoretische Einführung rund um das Thema. Feste Nahrung – Beikost – sollte ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat löffelweise eingeführt werde. Man sollte so lange wie möglich sein Kind mit Muttermilch bzw. flüssiger Flaschennahrung ernähren, da der kindliche Darm erst später dazu in der Lage ist, andere Nahrungsbestandteile zu verdauen. Allergien können dadurch auch hinausgezögert werden.

Hier taucht dann meist auch die Frage nach der Eisenversorgung des Kindes auf. Ein gesundes, reifes, mit Muttermilch versorgtes Baby hat genügend Eisenreserven. Der Gehalt an Eisen in Muttermilch erscheint auf dem ersten Blick gering, ist aber mit einer Verwertung von 49 Prozent (hinsichtlich zehn Prozent Kuhmilch) doch recht beachtlich. Die Eltern können meist selbst am Verhalten ihres Kindes erkennen, ob es jetzt für eine Nahrungsumstellung bereit ist: Gesteigertes Interesse am Essen vom Familientisch, selbstständiges Greifen und zum Mund führen, das Kind kann ohne Unterstützung sitzen und hat gesteigerten Appetit obwohl kein Wachstumsschub, Zahnen oder Entwicklungssprung vorliegt.

Nach dem Stillen kann jetzt damit begonnen werden, einige Löffel der Beikost dem Kind anzubieten. Man beginnt mit Karotten, da sie einen ähnlich süßen Geschmack wie Muttermilch haben. Innerhalb einer Woche kann die Menge an Gemüse gesteigert werden. Jedes Lebensmittel sollte separat eingeführt werden, um mögliche Allergien ausschließen zu können. Ab dem siebten Lebensmonat kann Fleisch im Brei mit angeboten werden. Am besten eignet sich hierfür Rind/Huhn/Pute.

Als nächstes kann dann zum milchfreien Getreide-Obst-Brei und abschließend zum Milchbrei übergangen werden, bis die Kinder dann meistens mit einem Jahr schon selbstständig vom Familientisch mit essen. Mit dem Probieren der einzelnen Beikostrezepte klang der Vortrag aus und Sr. Michaela Herrmann verabschiedete die anwesenden Mütter.

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