URSENSOLLEN
Note 1A, Kultstatus inklusive
OWZ testet den neuen Audi A1 - Sportliche Eleganz weckt Emotionen
|
| Den die Silhouette unterstreichenden Dachbogen gibt es in herrlichen Kontrastfarben (Misano-Rot und Eis-Silber sieht einfach klasse aus) und - für Tiefstapler - ganz unauffällig in der entsprechenden Wagenfarbe. Bild: Luger |
Bei einem neuen Automodell muss man sich optisch immer erst an bestimmte Dinge gewöhnen. Nicht so beim neuen A1 (Einstiegspreis 15 800 Euro). Er wirkt wie aus einem Guss. Keine Ausbuchtung, die stört. Keine gewöhnungsbedürftigen Proportionen. Sogar der Audi-Wappengrill scheint vor Jahren genau für den A1 kreiert worden zu sein. Selbst die Heckpartie - bei vielen Autos eine gewaltige Problemzone - mutet beim A1 an wie eine leckere Sahneschnitte, die nur noch aufs Verspeisen wartet. Die Designer haben also ihren Job ("Emotionales Design") mehr als perfekt erfüllt.
Probe gefahren sind wir den A1 mit dem 1,6-Liter-TDI-Motor (105 PS und bärenstarke 250 Nm Drehmoment bei 1500 bis 2500 Umdrehungen). Schließlich ist heute jeder zweite verkaufte Audi ein Diesel. Es gehört zwar zum Standardspruch eines jeden Testers, aber hier stimmt er wirklich: Zu 95 Prozent hört man einfach nicht, dass man in einem Diesel sitzt. Aber man sieht es - auf der Verbrauchsanzeige des Bordcomputers: Am Ende unserer 72 Kilometer langen Testfahrt - die Hälfte davon mit 140 km/h auf der Autobahn - zeigt er erfreulich sparsame 5,1 Liter Durchschnittsverbrauch an. Übrigens: Wer will, kann mit dem A1 bis zu 190 Stundenkilometer schnell sein.
Bei den Kapiteln "Fahrdynamik" und "Vorsprung durch Technik" haben die Ingenieure gewaltig mit den Muskeln gespielt: Dynamikfahrwerk, exakte Lenkung, elektronische Differenzialsperre (EDS) und das ESP mit elektronischer Quersperre sprechen Bände. Keine Frage: Der nur 1040 Kilo schwere A1 stellt auch Kurvenräuber zufrieden. Und denken wir an die feuchten Straßen des kommenden Herbstes werden nicht nur sportliche Fahrer die ebenfalls serienmäßige Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) begrüßen.
Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, profitiert vom perfekt arbeitenden (deaktivierbaren) Start-Stop-System: Es schaltet den Motor in Standphasen (Stau, rote Ampel) automatisch ab. Es ist ebenso serienmäßig wie das moderne Rekuperationssystem: Hier verpufft Bremsenergie nicht sinnlos, sondern wird in wertvollen Batteriestrom umgewandelt. Fazit auch im Technikkapitel: Auftrag mehr als erfüllt.
Noch mal kurz zurück zum emotionalen Design: Auf Anhieb verliebt haben wir uns in das sagenhafte Design der vier Luftausströmer und Drehknöpfe ("Kreis trifft Aluminium") sowie die dezente Optik der Instrumente (weiße Ziffern und rote Nadeln). Denn so angenehm eine rassige Hülle ist, als Fahrer sieht man halt wesentlich länger aufs Interieur als aufs Exterieur. Deshalb schätzt der A1-Fahrer auch seinen bequemen Sitz mit sehr gutem Seitenhalt. Angenehm überrascht hat uns auch die außerordentliche Beinfreiheit für die zwei Rücksitzpassagiere (2,47 Meter Radstand infolge der kurzen Überhänge vorne und hinten sei Dank).
Nach zwei Stunden Hautkontakt mit dem rundum gelungenen A1 wagen wir die Prognose: Dieses Auto wird Kult. Ach, da hätten wir ja fast noch unser Fazit zum Kapitel Premiumqualität vergessen. Einmal dürfen Sie raten ... Hans Luger
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.


versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren


















