Von
Harald Mohr |
08.09.2010
| Netzcode: 2484273 | 221 Mal gelesen.
Amberg
Heiße Luft in der Altstadt
Amberger Luftnacht: Vorstoß in neue Dimensionen
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| Ideen-Geber Wilhelm Koch inmitten herrlich roter Luftmaschen. Bild: Harald Mohr |
Es wird windig werden am Abend des 10. September: Ab 19 Uhr steigt die erste „Amberger Luftnacht“. Initiator, wie könnte es anders sein, ist „Luftkünstler“ Wilhelm Koch. Das Stadtmarketing Amberg e.V. hat die Idee gerne aufgegriffen und lässt frischen Wind herein. Steigen im Wortsinne wird ein riesiger Heißluftballon auf dem Marktplatz. „Da wird selbst der Marktplatz sehr klein“, prophezeit Wilhelm Koch. Von innen wird der Ballon beleuchtet, das Licht wird im Rhythmus ganz spezieller Musik eines „Luft-DJ“ flackern.
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| Das Pneumocell ist laut Veranstalter "ein Meilenstein in der Entwicklung pneumatischer Architektur". |
Gespannt sein darf man auch auf einen „transparenten, aufgeblasenen Kuppelbau“ namens „Pneumocell“, der ebenso platzgreifend vor dem Luftmuseum am Eichenforstplatz schweben wird. Laut Veranstalter „ein Meilenstein in der Entwicklung pneumatischer Architektur“. Ein „begehbares kybernetisches Kunstwerk“ soll das „Spherenobjekt Tune“ am Malteserplatz sein. Auf Bewegungen der Besucher soll das Objekt fast wie ein Lebewesen reagieren. „Es geht mit“ heißt es.
Am Schrannenplatz können Besucher sich von einer Windmaschine „vom Winde verwehen“ lassen. Ein Fotograf steht bereit, um die Menschen mit ihren flatternden Haaren aufzunehmen. Von Wilhelm Koch selbst stammt das „Luftkreuz“, das er für den 2. Ökumenischen Kirchentag gebaut hat. Das Objekt wird in der Paulanerkirche dicht über den Köpfen der Besucher schweben und sich von ihnen anschubsen lassen. Zum Auftakt der Luftnacht wird in der Paulanerkirche unter dem schwebenden Kreuz Hermann Glombitza eine Einführung zum Thema „Luft in der Bibel“ geben, Gerhard Fehrl wird Orgel-Improvisationen spielen.
Der „Luft-Parcours“ verläuft entlang der Achse zwischen Bahnhof und Malteserplatz und ist durch einen roten „Luftmaschenfaden“ gekennzeichnet. Ambergerinnen haben die Luftmaschen gestrickt, eine 85-Jährige brachte es allein schon auf 350 Meter. Die Luftmaschenfäden werden am Ende des Events zu einem Luftmaschenteppich gewebt. Auf dem Multifunktionsplatz am Bahnhof wird es „meterhohe mehrteilige Lichtobjekte“ geben, „Luftkegel“ werden die Straßen erhellen.
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| Stellten die Luftnacht vor lauter roten Luftmaschen vor: (von links) Wilhelm Koch, Rudolf Meier, Stadtmarketing-Vorsitzende Ute Schatz, Stadtmarketing-Geschäftsführerin Birgit Plößner und Herbert Hottner. Bild: Harald Mohr |
Mit dem Kunstereignis soll „Kunst und Kaufen zusammenkommen“, so hofft der Stadtmarketingverein. Zu diesem Zweck werden die teilnehmenden Geschäfte in Amberg bis 23 Uhr geöffnet haben. Sie beteiligen sich auch selbst aktiv und kreativ am Gesamtkunstwerk. Von Sprüchen wie „Rabatt liegt in der Luft“ über „luftige Spezialitäten“ bis zur Luftschokolade im Modehaus, wo „duftige Mode – luftig präsentiert“ wird. Ein Trachtenhaus bietet „luftige Dirndl“, ein Schuhhaus verspricht „himmlische Preise“, bei einer Parfümerie liegt „Duft in der Luft“. Auch die Gastronomie bietet Besonderes wie ein „Luftmenü“ oder „luftige Leckereien“. Einzelhandels-Vertreter Herbert Hottner will mit seinen Metzgerei-Produkten direkt in die Luft gehen: „Wir werden die Luft mit Bratwurstduft anreichern“.
Weitere Programmpunkte der Luftnacht sind die „Leuchtballons“ der Amberger Zeitung oder die Präsentation eines Segelflugzeuges am Schrannenplatz. Natürlich steht die Stadt voll hinter der Aktion. Bürgermeister Rudolf Meier: „Da muss man gewesen sein.“ Die Luftnacht soll keine vom Winde verwehte Eintagsfliege sein, sondern „Auftakt für eine zweijährliche Veranstaltung“, so „Luftikus“ Wilhelm Koch. Das ganze Programm der Luftnacht findet man unter
www.stadtmarketing-amberg.de.