Von Bürgerreporter/in Gabi Simmerl (geb. Übelacker)  |  01.10.2010  | Netzcode: 2515340  |  286 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Reuth bei Erbendorf

Ein unvergessliches Erlebnis

Bergsteigen mit dem Kinderwagen bis der Doktor kommt

Bild zu Ein unvergessliches Erlebnis
Die Berge von weitem: Traumhaft schön. Bilder: Gabi Simmerl
Letzte Woche waren wir am Chiemsee und haben das schöne Wetter ausgenutzt. Jeden Tag stand ein Ausflug am Programm. Einer ging nach Elmau auf den Wilden Kaiser. Wir kennen das Gebiet ja schon vom Winterurlaub her und wir waren total neugierig darauf, wie es denn im Sommer dort aussieht.

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Mitten in den Bergen: Wanderwege weisen zum Ziel.
Sommer oder Winter ... dort ist es einfach wunderschön. Wir fuhren mit der Hartkaiserbahn auf den Berg. Mit dem Kinderwagen ist zwar alles etwas beschwerlicher, aber es geht. Oben haben wir erst mal die Aussicht genossen und dann ging’s los. Wir haben den „Rübezahlweg“ gewählt, da wir die Rübezahlhütte schon vom Winter her kennen. Der Weg hat sich an der „Jägerhütte“ gegabelt. Da waren wir noch so schlau, um nach dem leichteren Weg zu fragen. Grins. Nachdem wir an der Rübezahlhütte was getrunken hatten, machten wir uns fröhlich auf den Weg. Wie im Winter immer bergabwärts. Wir haben noch über die zotteligen Kühe gelacht und wir mussten aufpassen, nicht in einen Haufen zu treten. Bis auf einmal der Weg etwas schmal wurde. Ein Jogger hat uns dann geraten nicht diesen Weg zu nehmen. Mit dem Kinderwagen wär’s ein bisschen schwer.

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Die Berge während der Brotzeit - danach wurde es schwierig ...
Also schoben wir bergauf zurück. Bis sich der Weg wieder gabelte. Okay ... dann nehmen wir halt diesen Weg. Er war mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Zum Glück hatten wir keine Ahnung, was uns erwartet. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass ein roter Punkt bedeutet, dass der Weg mittelschwer ist. Nach kurzer Zeit kamen wir schon ins Grübeln, ob dies der bessere Weg sei. Es wurde sehr steil und steinig. Zu zweit haben wir den Kinderwagen gehalten und haben jeden Schritt erst fest aufgesetzt bevor wir den nächsten machten. Es wurde immer abenteuerlicher, aber was soll’s, wir mussten ins Tal.

Als wir endlich (nach gefühlten 5 Stunden ;-)) auf einer Weide standen, war ich mir ganz sicher: Bergsteigen wird nicht unbedingt mein Lieblingssport werden. Locker und sichtlich entspannt gingen wir über die Weide nach Richtung Elmau. Vor uns wurde die Straße abgesperrt. Wir durften zu Fuß und mit Kinderwagen durch. Um die Kurve sahen wir auch, warum abgesperrt wurde. Ein Film wurde gedreht. „Der Bergdoktor“. Ich wusste gar nicht, dass sich das Haus in Elmau befindet. Siegfried Rauh drehte gerade eine Szene vor dem Haus. Ich war völlig aus dem Häuschen. Dachte immer, er fährt als Kapitän am Traumschiff rum. Ja! Bergwandern bildet!

Jetzt, wo dieser Urlaub zu Ende ist, bin ich mir ganz sicher. Dieser Tag in Elmau war der schönste.

Zum Artikel: Kinospecial 300 Pixel