Amberg-Sulzbach
Hier hat's gefunkt
Schnelles Internet sogar für Einödhof möglich
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| Ruhiges Wohnen in ländlicher Gegend und schnelles Internet schließen sich für viele Landkreisbewohner aus. Richtfunk-DSL schafft hier Abhilfe. Orte die davon profitieren möchten, brauchen nur so eine kleine Verteilstation. Bild: privat |
Im Landkreis Amberg-Sulzbach hat sich in dieser Hinsicht die Firma Jobst DSL einen Namen gemacht: „Wir lösen das Problem, das die großen Konzerne nicht bewältigt haben“, sagt Firmenchef Markus Jobst selbstbewusst. Die technische Lösung ist so einfach wie genial: Die Firma Jobst-DSL baut seit 2008 peu à peu ein Netz von Richtfunkstrecken auf. Und diese Strecken transportieren das DSL-Signal direkt zum Kunden. Das funktioniert aktuell in über 50 Orten der Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN und Schwandorf. Viele weitere Orte werden folgen. „Bis 2013 werden wir im Landkreis Amberg-Sulzbach 95 Prozent erschlossen haben.“
Doch das Geschäftsmodell ist erfolgreich. Jobst-DSL ist für immer mehr Gemeinden ein willkommener Ansprechpartner: „Wir gehen den Weg grundsätzlich mit den Bürgermeistern vor Ort.“ Markus Jobst wurde deshalb schon zu vielen Bürgerversammlungen eingeladen, um die Vorteile seines Konzepts zu erläutern. „Wir erschließen Orte mit teilweise nur zehn Häusern. Paradebeispiel ist Edelsfeld mit Silbergrub und Neumühle.“
Markus Jobst schwärmt bei dieser Gelegenheit von den – vielen Usern nicht bekannten – Vorteilen der Richtfunktechnologie: „Wir sind unabhängig von Telekomleitungen und haben keinen Qualitätsverlust wie bei langen Leitungen. Und wie jeder weiß, brechen DSL-Leitungen in ihrer Leistung zu Spitzenzeiten ein. Dieses Problem kennen unsere Kunden nicht.“
Dieses Problem kennen die Nachbarn und Unternehmer in seiner Heimatgemeinde Freudenberg mittlerweile auch nicht mehr. Dort liegt übrigens auch der Ursprung des erfolgreichen Modells: „Wieso kann ich von zu Hause aus nicht arbeiten. Ich bin doch IT-Unternehmer“, ärgerte sich Jobst immer wieder über einen fehlenden schnellen Internet-Anschluss. Doch er kanalisierte seinen Ärger und startete 2008 ein Pilotprojekt in Paulsdorf/Hiltersdorf mit 40 Kunden. „Und dann haben wir gesehen: Es brennt eigentlich überall.“
Jetzt nicht mehr! Viele Brandherde wurden gelöscht und die Zahl der Internet-User, die wegen langsamer Verbindungen fluchen, ist spürbar gesunken.



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