Weiden/Amberg
„Berufliches Bildungswesen Musterbeispiel für Durchlässigkeit“
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle würdigt hohe Leistung der Lehrkräfte an den beruflichen Schulen
„Die beruflichen Schulen vermitteln den jungen Menschen eine hervorragende Bildung und ausgezeichnete Qualifikationen für die moderne Arbeitswelt“, würdigte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle anlässlich des Berufsbildungskongresses des VLB am Wochenende in Amberg die Leistungen, die Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern an den beruflichen Schulen erzielen. Dieser wurde in Amberg eröffnet und Minister Spaenle hielt dort eine Rede. Allein an den staatlichen beruflichen Schulen unterrichten rund 17.000 Lehrerinnen und Lehrer.„Das berufliche Bildungswesen ist ein Musterbeispiel für Durchlässigkeit“, so der Minister. An den beruflichen Schulen werden die beiden Prinzipien, nach denen Minister Spaenle das bayerische Bildungswesen insgesamt weiterentwickelt, in sehr guter Weise realisiert: Qualität und Bildung. In ständiger Anpassung an die Anforderungen der globalisierten Arbeitswelt leisten hier die Lehrkräfte eine auch international höchst anerkannte Bildungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern – in der Regel im Schulterschluss mit den Unternehmen.
Berufliche Bildung eröffnet jungen Menschen den Weg zu Erfolg in Arbeitswelt und Gesellschaft
Nirgends sei die Übergangsphase der jungen Menschen von der Schule in eine Ausbildung oder Beschäftigung so kurz wie in Deutschland, betonte der Minister. Allerdings werde in Studien der OECD der beruflichen Bildung noch nicht der ihr gebührende Stellenwert zugewiesen. „Hier werden wir weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um eines klar zu machen: Bildungserfolg lässt sich nicht nur auf das Abitur am Gymnasium reduzieren“, so der Minister. Die berufliche Bildung, die Haupt- und Mittelschülern, Real- und Wirtschaftsschülern, z.B. über die duale Ausbildung, die berufliche Weiterbildung sowie den Anschluss an der FOS oder BOS vielfältige Wege eröffnet, sei die unverzichtbare Grundlage des Erfolgs der bundesdeutschen und gerade der bayerischen Wirtschaft. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst der Lehrkräfte.
Spezialisierung der Berufe nicht übertreiben
Kritisch äußerte sich Minister Spaenle gegenüber einer zu weitreichenden Spezialisierung der Berufe und der Ausbildungswege. Es müsse darum gehen, dass die jungen Menschen auf einer ausreichend breit angelegten beruflichen Bildung ihren Weg in den Berufsalltag gehen können. Nur so könnte sie auch künftig Veränderungen in den beruflichen Anforderungen besser gerecht werden. Eine Spezialisierung auf eine ganz bestimmte Tätigkeit ist Aufgabe der Betriebe.
Das Motto des Kongresses „Gutes verbessern. Bewährtes stärken“ zeugt für Minister Spaenle von einem hohen Selbstbewusstsein der Lehrkräfte und dieses gründe auf den hohen Leistungen der Lehrkräfte, die an beruflichen Schulen erbringen.



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