Amberg-Sulzbach
Arbeitskreis Bildung im Landkreis Amberg-Sulzbach gegründet
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| Der neugegründete Arbeitskreis. Bild: Evi Steiner-Böhm |
„Die Schullandschaft in Bayern verändert sich dramatisch, vor allem auch bei uns im Landkreis Amberg-Sulzbach, das Thema Bildung brennt den Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln.“ MdL Reinhold Strobl, der zu der Gründungssitzung auf den Wunderhof in Eckertsfeld geladen hatte, begrüßte die Initiative und skizzierte den Gesetzesentwurf zur Gemeinschaftsschule, den die bayerische SPD unlängst vorgelegt hat. Er trage diesen Entwicklungen Rechnung und ermögliche neben einem modernen ganzheitlichen Bildungsangebot auch den Erhalt vieler Schulstandorte, die durch die momentane Entwicklung gefährdet seien.
Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse gemeinschaftlich unterrichtet werden, falls nötig auch jahrgangsübergreifend. Das Lernangebot stelle dabei das Kind in den Mittelpunkt, nicht das System und ermögliche so eine höchstmögliche individuelle Förderung.
Evi Steiner-Böhm vom Erdchartaweg Amberg-Sulzbach stellte dazu die Jenaplanschule in Jena vor, die seit 20 Jahren so unterrichte und Kinder vom Kindergarten bis zum Abitur bestens betreue.
Heike Hartmann als betroffene Mutter regte an, zu einem runden Tisch mit Eltern, Lehrern und Schülern einzuladen, um diese Informationen möglichst breit zu streuen. Ähnliches hatte der Elternbeirat der Volksschule Illschwang unter der Vorsitzenden Brigitte Bachmann bereits 2001 an die damalige Kultusministerin Monika Strauß herangetragen.
Ursula Fuchs, ehemalige Realschullehrerin, begrüßte zwar den Gesetzesentwurf, zweifelt aber, ob mit der bisherigen Lehrerausbildung Ähnliches geleistet werden könne, wie in Jena. Dazu sind viele weitere Schritte nötig, deshalb soll der Arbeitskreis Bildung auch auf Bezirksebene ausgedehnt werden, um so bei der Gestaltung weiterer Gesetze Einfluss nehmen zu können.
MdL Strobl schlug vor, den Arbeitskreis unter Leitung von Brigitte Bachmann auf Landkreiseben und Ursula Fuchs auf Bezirksebene zu etablieren. Damit sei gewährleistet, dass Delegierte in den landesweiten Arbeitskreis gewählt werden könnten.
Es wurde verabredet, dass der Arbeitskreis sich zukünftig einmal im Monat trifft. Nähere Auskünfte bei Brigitte Bachmann unter Telefon 09666/95047.



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