Von Bürgerreporter/in Nicole Koller  |  30.11.2010  | Netzcode: 2591662  |  782 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Hahnbach

Neues aus meinem Familienleben

Von „higönischen Bäckern“, neuen Liedtexten für Weihnachtslieder und anderen kleinen „Backabenteuern“

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Wir haben es heuer sogar geschafft, bereits vor dem Adventsbeginn Plätzchen zu backen. Dabei begann dieser ja schon so früh…
Die erste Sorte haben wir ohne größere Zwischenfälle hingekriegt, bei der zweiten war es schon etwas lustiger:
Ich hatte meinen kinderfreundlichen Nachmittag, einen vorbereiteten Teig, und die Jungs Lust auf Plätzchen ausstechen. Zuerst einmal war Händewaschen angesagt, da wir „higönische“ Bäcker sind. (Anm. d. Autorin: higönisch bedeutet hygienisch in Kindergartenkindersprache). Dann ging es auch schon gleich damit los, dass der Teig schon beim ersten Ausrollen gerissen und der Rest am Nudelholz hängen geblieben ist.

Davon ließen wir uns aber nicht beeindrucken und begannen dann gleich mit dem Ausstechen rund um die Risse herum. Da wir (leider) eine große Schachtel mit einem Wahnsinnssortiment Plastikausstechern – ich glaube die gab es mal im Kaufland – besitzen, sprach ich da erst mal ein Limit für diese Teile aus. Die sind außerdem zum Teil so groß, dass man da das Gefühl kriegt, gleich drei Plätzchen auf einmal in der Hand zu halten.

Nun, die Kinder produzierten dann Flugzeuge, Elche, Buchstaben (die furchtbar in der Form hängenblieben), Bären, Sterne, Männchen und Kühe. Letzteres habe ich zur Förmchenauswahl mit beigesteuert, welches ich aber aus dem Einzelfachhandel habe. Den Kühen fielen beim „Aus-dem-Förmchen-Klopfen“ immer die Beine ab, aber die haben wir dann vor dem Backen wieder hingedrückt. Muss wohl an der Teigmischung gelegen haben, die ich da zum ersten Mal ausprobiert hatte, da sie die wenigsten Zutaten hatte und dadurch am schnellsten ging, was bei der Teigherstellung für mich große Zeitvorteile brachte, da ich diesen kurz vor und während des Servierens unseres Mittagessens zubereitete.

Ich habe dann erst später das Rezept zu Ende gelesen, welches übrigens mit „Buttergebäck“ betitelt war. Man hätte bei diesem „Buttergebäck“ nämlich Rollen formen sollen, diese im Kühlschrank ruhen lassen und dann Scheiben abschneiden, mit Zucker bestreuen und dann ab in den Backofen. Wäre sicher leichter gewesen, aber wir sind ja keine Backweicheier, sondern… - richtig – „higönische“ Bäcker, die richtig was ausstechen wollen.

Nun, beim Anblick eines armen Elches, der im Backofen zerbrochen war, dichteten wir doch gleich ein altes Weihnachtslied für ihn um: „Es ist ein Elch gesprungen, gleich in der Mitt´ entzwei…..“ Für alle, die noch rätseln, hier der Originaltext: „Es ist ein Ros` entsprungen, aus einer Wurzel zart…“

Allen Lesern eine schöne Adventszeit und viel Freude beim Plätzchenbacken!


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