Sulzbach-Rosenberg
Wetten dass!
Ein interessantes Interview zur Äthiopienhilfe
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| Bürgermeister Gerd Geismann, Almaz Böhm und Thomas Bärthlein. |
In einem Interview möchte der OWZ-Bürgerreporter erfahren, was OTV-Moderator Thomas Bärthlein und Bürgermeister Gerd Geismann zu dieser mutigen Wette bewegte.
OWZ-BR: Aus welchem Grund haben Sie die Wette über 7000 Euro zu Gunsten „Menschen für Menschen abgeschlossen?
Thomas Bärthlein: Wie es bei mir häufig der Fall ist, kam mir der Wettgedanke von jetzt auf gleich. Bürgermeister Gerd Geismann hatte ich vorher nicht einmal gefragt, ob er da mitmachen würde. Ich hatte in den 80er Jahren den Wetteinsatz von Karlheinz Böhm bei “Wetten, dass...” gesehen und diese Wette animierte mich, Ähnliches zu tun. Das Wichtigste jedoch für mich ist, dass damit vielen Menschen in Äthiopien geholfen werden kann. Egal, ob jetzt 7000 Euro zusammenkommen oder weniger.
Gerd Geismann: Klaus Emmerich hat mich angesteckt und Thomas Bärthlein herausgefordert. Außerdem wollte ich schon immer etwas Spezielles tun für diese lebenswichtige Sache.
OWZ-BR: In Deutschland haben wir zur Zeit viele eigene soziale Brennpunkte. Ist da der Aufruf zu Spenden in ein fremdes Land berechtigt?
Thomas Bärthlein: Natürlich ist der Wettaufruf berechtigt. Auch wenn es bei uns viele soziale Brennpunkte gibt, so denke ich doch, dass es den Menschen in Äthiopien weitaus schlechter geht. Wer die Not vor Ort in Äthiopien kennt, der wird mir sicherlich bestätigen, wie wichtig die Projekte sind, die die Aktion "Menschen für Menschen" dort umsetzt.
Gerd Geismann: Unsere sozialen Brennpunkte sind nicht vergleichbar. Hier geht es darum, z.B. „nur“ für hygienisch einwandfreies Wasser zu sorgen, also dass das „Lebensmittel Wasser“ klar, rein und kontinuierlich zur Verfügung steht.
OWZ-BR: Warum ist gerade die Stiftung „Menschen für Menschen diese Wette wert?
Thomas Bärthlein: “Menschen für Menschen” setzt sich immens für die Menschen vor Ort ein. Der Gedanke dabei ist, dass die Menschen in Äthiopien nicht das Mitleid der Wohlstandsgesellschaft brauchen, sondern durch unsere finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe angeregt werden. Und die unterschiedlichen Projekte beweisen ja auch, dass man in diesem Punkt sehr erfolgreich ist.
Gerd Geismann: Hilfe zur Selbsthilfe! Das ist es, was auf Dauer erfolgreich ist, und da wollen wir mitwirken, in bescheidenem Umfang wenigstens.
OWZ-BR: Haben Sie keine Bedenken, dass Sie diese Wette verlieren werden?
Thomas Bärthlein: Bei einer derartigen Wette ist es egal, ob ich gewinne oder verliere. Sollten beispielsweise nur 6000 Euro zusammenkommen – und nicht die angestrebten 7000 Euro - so habe ich zwar die Wette verloren, die Menschen in Äthiopien sind aber trotzdem die Gewinner. Denn mit wenig Geld kann hier schon sehr viel umgesetzt werden.
Gerd Geismann: Diese Wette kann man nicht verlieren, jeder Euro ist in Äthiopien gut angelegt.
OWZ-BR: Was haben Sie vor, damit Sie die Wette gewinnen können? Werden Sie einfach abwarten oder konkret etwas unternehmen?
Thomas Bärthlein: Ich hoffe, dass ich zum Einen die regionalen Zeitungen mit im Boot habe, wenn es darum geht, mich hier zu unterstützen. Notfalls soll der jeweilige Chefredakteur auch noch beim Straßenreinigen mithelfen, sollte die Wette verloren werden. Und zum Anderen werden wir bei OTV auch immer wieder mal über meine Wette berichten und wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
Gerd Geismann: Wie die gute Sache derzeit anfängt, hoffe ich, dass wir den Betrag erreichen. Es läuft jedenfalls gut an.
OWZ-BR: Haben Sie den Eindruck, dass die Spenden wirklich in den Projekten in Äthiopien ankommen?
Thomas Bärthlein: Hier gibt es ein eindeutiges Ja. Von der Stiftung waren schon ehrenamtliche Helfer aus der Oberpfalz in Äthiopien, die mir berichtet haben, dass die Gelder auch alle an der richtigen Stelle ankommen. Und das ist auch gut so, denn kaum ein Spender will, dass die Hälfte des Geldes durch bürokratische Verwaltung verloren geht.
Gerd Geismann: Selbstverständlich kommt das Geld in Äthiopien direkt an bei den lebensnotwendigen Projekten, die unmittelbar helfen. Das ist sichergestellt. Großes Lob an Herrn Klaus Emmerich, dem örtlichen Koordinator. Er ist ein richtiger Nothelfer!
Vielen Dank, Herr Bürgermeister Gerd Geismann und Herr Bärthlein für Ihre offene Stellungnahme. Wünschen wir uns gemeinsam, dass diese Wette erfolgreich wird, zum Wohl der Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt.
Ergänzende Information:
Am 23.12.2010 eröffneten Bürgermeister Gerd Geismann, Kulturamtsleiter Alfred Tischler und Ortskoordinator von „Menschen für Menschen“, Klaus Emmerich, unter Anwesenheit des städtischen Kindergartens „An der Point“ im Rathaus der Stadt Sulzbach-Rosenberg feierlich die Ausstellung der Stiftung „Menschen für Menschen“. 16 Plakate erläutern die Entstehungsgeschichte der Stiftung und die vielfältigen Projekte. Kinder der Kindergartens unter der Leitung von Rankl sangen weihnachtliche Lieder. Klaus Emmerich bedankte sich bei den Erzieherinnen und für die musikalische Umrahmung. Ein besonderer Dank galt auch der Reporterin des Neuen Tags, Frau Pilhofer, die regelmäßig über das Anliegen der Äthiopienhilfe in der Herzogstadt berichtet.
Spenden können bis zum 31. Januar 2011 auf nachfolgende Konten eingezahlt werden:
Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 686085, BLZ 752 617 00
Sparkasse Amberg-Sulzbach, Konto 211 449 51, BLZ 752 500 00
HypoVereinsbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 13 073 708, BLZ 752 200 70
Commerzbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 402 808 000, BLZ: 752 400 00.
Verwendungszweck: Menschen für Menschen - Sulzbach-Rosenberg.
Es wird gesondert darüber berichtet, ob Moderator Thomas Bärthlein und Bürgermeister Gerd Geismann die Wette gewonnen haben. Auch die Homepage berichtet zeitnah über den Verlauf der Wette. Bisher sind 4280 Euro eingegangen – eine großartige Hilfe für Menschen in Not.



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