Sulzbach-Rosenberg
Hygiene-Richtlinien vorbildlich umgesetzt
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| (Von links) Kursleitung Frau Pirzer, PDL Sulzbach Inge Nösner, Oberin Wallmenich-Haus Frau Wedemeyer, Abteilungsleiter Herr Niebler. Rechts im Bild: PDL Auerbach Herr Auer. |
Seit 1984 werden Hygienestrukturen aufgebaut und Stück für Stück die Hygiene-Richtlinien umgesetzt. "Es gibt dort einen Hygieneplan, nach dem das Personal arbeiten soll, es werden regelmäßig Schulungen und Fortbildungen durchgeführt. Dies alles wird von einer Hygienefachkraft gesteuert und überwacht. Es gibt einen Hygienebeauftragten Arzt unter der Verantwortung des Ärztlichen Direktors Chefarzt Dr. Luyken. Die Ursache für mangelnde Hygiene sei nach unserer Erfahrung fast immer der Mensch. Die Klinikleitung hat verstanden, dass die Hygiene ein Qualitätsmerkmal der Versorgung ist", deshalb ist auch die Krankenhaus-Hygiene ein wesentlicher Schwerpunkt einer Zertifizierung.
Auf Grund der aktuellen Diskussion in Deutschland geht nun ein Ruck zum Thema Hygiene durch das Land, man fordert eine bundeseinheitliche Hygieneverordnung, die für die Kliniken bindend sein müsse. Dies fordern wir seit Jahren, deshalb haben wir schon immer ausreichend geschultes und ausgebildetes Personal zur Verfügung, die sich mit dem Thema beschäftigen und den Mitarbeitern vor Ort die entsprechenden Anleitungen geben können.
Seit über 20 Jahren ist eine interne Hygienegruppe, die sich aus Mitarbeitern aller Abteilungen zusammensetzt, unter der Leitung einer Hygienefachkraft etabliert, die sich mit den Hygieneproblemen vor Ort beschäftigt. Dieser Personenkreis wurde nun mit einer Fachweiterbildung geschult. 14 Mitarbeiter aus dem St. Anna Krankenhaus Sulzbach und der St. Johannes Klinik Auerbach erhielten nach Abschluss der Weiterbildung ein Zertifikat
Ziel und Inhalt der Weiterbildung
Um den geänderten gesetzlichen Erfordernissen zum Infektionsschutzgesetz sowie spezifischen Bedingungen in der Pflege gerecht zu werden, ist die Etablierung von Hygienebeauftragten mit qualifizierter Weiterbildung nicht nur sinnvoll, sondern findet auch vor dem Hintergrund qualitätssichernder Maßnahmen Berechtigung.
Unsere Weiterbildung soll Pflegekräfte durch Vermittlung von Fachwissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen dazu befähigen, daran mitzuwirken, in ihren Einrichtungen die Hygiene durch Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und gezielten Bekämpfung von Infektionen zu verbessern bzw. das Infektrisiko auf ein nichtvermeidbares Maß zu minimieren.
Schwerpunkte der Weiterbildung waren u.a.
Aktuelle Rechtslage
Grundlagen der Mikrobiologie
Grundlagen der Hygiene
Erstellen eines Hygieneplanes
Konzeptentwicklung und Projektmanagement
Infektionskrankheiten
Somit ist ausreichend gesichert, dass wir vom Hygieneplan zum individuellen und institutionellen Hygienemanagement unsere Patienten mit dem nötigen Hintergrundwissen hygienerelevant und laufend den Erfordernissen der Praxis angepasst versorgen können.
Zunehmend bereitet den deutschen Kliniken Probleme, dass Patienten hochresistente Keime - den MRSA - bereits mitbringen. Hinter der Abkürzung verbergen sich Bakterien, die gegen Antibiotika resistent und deshalb nur noch schwer zu behandeln sind. "Diesen Keim holen sich unsere Patienten nicht im Krankenhaus, sondern draußen." Der Nachweis ist einfach, wenn die Klinik gut ausgerüstet ist. "Bei Risikopatienten kann durch einen Abstrich im Nasen- und Rachenraum innerhalb von 90 Minuten ein MRSA-Nachweis erbracht werden." Natürlich wird bei einem Nachweis kein Patient abgewiesen. "Die kommen dann in ein Einzelzimmer, um andere Patienten vor einer Übertragung zu schützen. Unsere Klinikumsstatistiken weisen darauf hin, dass 92 Prozent der Patienten diesen Keim von außerhalb mitgebracht haben. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass das Hygienemanagement in beiden Häusern gut greift und jeder Mitarbeiter diese Problematik sehr ernst nimmt.
Um auch weiterhin die Zahl der Infektionsfälle möglichst gering und die Hygienestandards auf hohem Niveau zu halten werden derzeit zusätzlich zu den 14 Hygienebeauftragten noch zwei weitere Hygienefachkräfte in einer 2-jährigen berufsbegleitenden Maßnahme ausgebildet.



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