Von Bürgerreporter/in Brigitte Wiendl  |  21.03.2011  | Netzcode: 2731949  |  718 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
München

Das 9. Münchner Krimifestival ist eröffnet!

Am 1. Abend gab es Friedrich Ani, Peter Probst und Schorsch & de Bagasch.

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Die Bühne des Literaturhauses mit Schorsch & de Bagasch und den beiden Krimiautoren Peter Probst und Friedrich Ani. Bild: Brigitte Wiendl
Leider komme ich erst heute dazu, über die Eröffnung des 9. Münchner Krimifestivals zu berichten. Die Auftaktveranstaltung am 15. März mit Friedrich Ani und Peter Probst mit musikalischer Begleitung der in der Oberpfalz bestens bekannten Bluesband Schorsch & de Bagasch war schon seit Wochen ausverkauft. Der große Saal im Literaturhaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Nachfrage nach Ani und Schorsch Hempel ist so groß, dass es jetzt Zusatzveranstaltungen gibt.

Zu Beginn, zwischen den Lesungen und am Schluss stimmten Schorsch Hempel und die Bagasch das Publikum mit stimmungsvoller bluesiger Musik ein. Hempel hatte die zum Abend passenden, melancholischen Texte dabei und Deutschlands bester Mundharmonikaspieler Ferdl Eichner holte alles aus sich und seinen Harmonikas heraus.

Nach der Eröffnungsrede der zu Recht stolzen Veranstalterin Sabine Thomas und der Begrüßungsansprache von Stadtrat Klaus Peter Rupp, in Vertretung des OBs, standen die beiden bekannten Krimi- und Drehbuchautoren Friedrich Ani und Peter Probst Rede und Antwort. Die Liste der Filme, Bücher und Hörspiele dieser beiden Künstler ist unendlich lang. Ein Tatort reiht sich an den anderen, 14 (!) Tabor-Süden-Krimis. Beide - Ani und Probst – gehören zu Deutschlands besten Kulturschaffenden.

In Krimis geht es selten um Spaß und Tollerei, sondern um Verbrechen, verschwundene Personen oder Selbstmord. Die beiden Autoren Friedrich Ani und Peter Probst wurden zu den Themen ihrer neuen Bücher befragt und beide lasen Passagen ihrer Werke vor.

Während zeitgleich der FC Bayern München in der Allianz-Arena (könnte nächstes Jahr Schauplatz für eine Krimilesung werden) den erwarteten Heimsieg einfahren sollte, zumindest erwarteten Friedrich Ani (hatte eine Eintrittskarte in der Tasche) und einige Zuhörer dies, wurde im Literaturhaus mehr Spannung und Unterhaltung geboten.
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Friedrich Ani schreibt gerade eine Widmung „für Krimifan Margit“ und meinte dazu: „Das artet ja in Arbeit aus.“ Bild: Brigitte Wiendl


In Peter Probsts zweitem Fall des Privatermittlers Anton Schwarz geht es um ein Thema, das in der Öffentlichkeit weitgehend tot geschwiegen wird. Es geht um Menschen, die sich in ihrer letzten Verzweiflung vor fahrende Züge werfen, es geht um Selbstmord. Der Buchtitel lautet: „Personenschaden“. Unbedingt lesenswert.

Ani lässt seinen berühmten Tabor Süden als Privatdetektiv nach München zurückkehren. In „Süden“ geht es um verschwundene Personen und der Kreis schließt sich, denn die meisten Personen, die von der Bildfläche verschwinden, begehen Selbstmord. Das Buch ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Beide Autoren brachten spannende Auszüge ihrer Werke zum Besten, die Lust auf mehr machten, sodass nach der Veranstaltung eine Menge Buchexemplare den Besitzer wechselten und Ani und Probst fleißig Widmungen in ihre Werke schreiben durften.

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