Weiden
Ein schöner Tag in München
Mit dem Bayern-Ticket zur Anti-Atom-Demo
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| Demo der Atomkraftgegner. Bild: Helmut Wolf |
Am vergangenen Samstag waren allerdings wieder mehr Leute im Zug, denn die wollten zur Demo der Atomkraftgegner, die um 14 Uhr am Odeonsplatz stattfinden sollte. Das war auch mein Ziel, denn ich wollte mit der Kamera einige Bilder machen vom Massenaufgebot – es waren dann 30.000 oder gar 40.000 auf dem Platz vor der Feldherrnhalle.
Das Gewurl auf den U-Bahnhöfen Karlsplatz und Marienplatz war wie immer, noch dazu der Samstags-Einkaufstag, und der Landmensch hat es dann schwer, in solchen weiträumigen Hallen und Anlagen die richtige Richtung zu finden. Vor der Mariensäule gab es offene Tische mit Bedienung, wo man sich mit einer „Halbe echte Münchener Weiße“ (Preis 4,70 Euro!) stärken und die Wurstsemmel verstohlens aus dem Reiserucksack essen konnte. Mit meinem ansehnlichen Trinkgeld von 30 Cent auf die vollen fünf Euro konnte ich es mir leisten, den Ober nach der Richtung zum Odeonsplatz zu fragen.
Dort war die Menschenmenge um 13 Uhr schon beträchtlich, vor der Bühne trommelten Leute in Turndress und um halb zwei begann die Band lautstarke Melodien über den ganzen Platz zu verbreiten. Die richtige Atmosphäre für eine lautstarke Demo war nun gegeben. Nach Eingangs-Reden, die immer wieder unterbrochen wurden mit Rufen „Abschalten, abschalten“ wurde es dann leise, als die Schweigeminute für die Opfer der Katastrophe in Japan angesetzt war. Und nach dieser Schweigeminute setzte der Regen ein, mit Regenkleidung war es erträglich. Natürlich gab es Transparente mit Sprüchen allerlei und jeder beliebigen Größe, knallgelb oder knallgrün, Atomkraft nein danke!, Grünen-Anstecker soweit das Auge reicht. „Atomstrom – Erderwärmung – Die Menschheit schafft sich ab“ oder „Guido und Angie haben ja keine Kinder“.
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| Natürlich gab es Transparente mit Sprüchen allerlei und jeder beliebigen Größe. Bild: Helmut Wolf |
Es kam ein Gewerkschafter auf die Bühne, der u.a. den unsäglichen Minister Brüderle zitierte mit dem Satz: „Kinder und Narren sagen die Wahrheit“. Dann kam Urban Priol, und was der über Angie, Guido, Brüderle und Schnappauf zu sagen hatte, bedarf keiner besonderen Erwähnung, es kann sich jeder denken.
Nach Beendigung der Reden gab es wieder Sonnenschein rund um Theatiner-kirche und Feldherrnhalle. Vor der Zugabfahrt war noch Gelegenheit gegeben für einen netten Café-Besuch. Bis Schwandorf saß ich dann noch im Schnellzug „Franz Kafka“ der regelmäßig Prag anfährt.




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