Von Bürgerreporter/in Hermann Zöller  |  14.04.2011  | Netzcode: 2763691  |  255 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Gebenbach

Atzmannsricht übernimmt Gebenbach

Beim Bockbierfest der FFW Gebenbach-Kainsricht wurde wieder kräftig ausgeteilt

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Bruder Barnabas teilte wieder kräftig aus.
Gut besucht war wieder einmal das Bockbierfest der Feuerwehr Gebenbach-Kainsricht. In bewährter Weise wurden der örtlichen Prominenz von Bruder Barnabas – alias Hermann F. Zöller – die Leviten gelesen. Für die musikalische Umrahmung sorgte stimmungsvoll Josef Bäumler jun. aus Atzmannsricht.

Gleich zu Anfang kam Bruder Barnabas auf die Situation der Gebenbacher Feuerwehr zu sprechen: “Die beiden Kommandanten sind schon zurückgetreten und der erste Vorstand ist heute auch nicht da, der hat sich wahrscheinlich mit der Kasse abgesetzt!“ Aber zum Glück stehen die Atzmannsrichter schon in den Startlöchern, um den Laden zu übernehmen. „Gebenbach hat das Feuerwehrhaus, Atzmannsricht hat das Personal“, so der Prediger.

Dass in Atzmannsricht alles so gut funktioniert, führte er auf die Unabhängigkeit von Gebenbach zurück. „Die haben eine eigene Regierung: FFW Kommandant Reinhard Kraus ist der Präsident, der Vorstand der Dorfgemeinschaft Werner Kohl ist der Kanzler und Gemeinderat Alfons Grünbauer ist der Regierungssprecher.“

Der größte Erfolg des Gemeinderats sei, dass man die Umbaukosten für die Kinderkrippe mit tatkräftiger Unterstützung des Architekten von 35.000 Euro auf 300.000 Euro habe steigern können. Da bei den Gebenbacher Gemeinderäten der Euro locker sitzt, wollen auch die Krickelsdorfer von Hirschau nach Gebenbach übersiedeln, in die „schlaglochfreie Zone“. Weil zwei Problemdörfer für Gebenbach aber zu viel seien, müsse die Gemeinde zuerst Kainsricht nach Hahnbach abschieben.

Die Kainsrichter fühlen sich nicht nur von der „Biovergasung“ bedroht, jetzt will ihnen die Gemeinde auch noch etliche Windräder vor die Nase setzen. Um das zu verhindern, sucht nun der Kainsrichter Ortssprecher Franz Gottschalk per Zeitungsinserat Schwarzstörche, um diese am Süßer Berg anzusiedeln. Besonders dankbar war der Prediger für die Worte eines ortsansässigen ´Spezialisten für Alles´, der bei der letzten Bürgerversammlung den bildungsfernen Schichten mit den Worten „Ich könnte es euch schon erklären, aber ihr würdet es nicht verstehen!“ die Nutzlosigkeit einer Biogasanlage zu erklären versuchte.

Vom Atzmannsrichter Gemeinschaftshaus wusste der Prediger zu berichten, dass einige Männer schon auf der Baustelle wohnen, da sie dort mehr zu sagen haben als daheim.

Besonders angetan war Barnabas vom Besuch von MdL Donhauser beim gemeindlichen Neujahrsempfang. „Der hat mir erklärt, dass das Problem der Freien Wählern im Landtag darin besteht, dass jeder eine eigene Meinung hat. Als ich ihm sagte, dass dies bei der CSU Gott sei Dank nicht so ist, wollte er mit dem Handy den Seehofer anrufen und fragen, was er antworten soll. Der hat wirklich geglaubt, dass man in Gebenbach Handyempfang hat!“

Mit Wohlwollen kommentierte der Prediger die Vorbereitungen für das 30-jährige Priesterjubiläum von Pater Lindner, besonders die Tatsache, dass der Pater auf Kosten der Kainsrichter mit einer goldenen Kutsche auf den Mausberg hinaufgefahren werden soll. Wegen der überdimensional großen Friedenstaube, welche auf einer Wiese angelegt wird, könne es aber passieren, dass man das Mausbergfest mit der Jahrestagung des Geflügelzüchterverbandes verwechselt.

Zum Schluss gab er der Hoffnung Ausdruck, dass man beim Jubiläum „30 Jahre Bruder Barnabas“ mit der gleichen Inbrunst zu Werke gehen möge wie jetzt bei Pater Lindner.

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