Amberg
Es regnete "Gold von den Sternen"
Musicalgala "Ich gehör nur mir" in München
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| Kristin Hölck und Jan Ammann aus Elisabeth. Bild: Deutsches Theater München |
In der deutschsprachigen Musicalwelt kommt man um den Autor Michael Kunze nicht herum. Zusammen mit den Komponisten Sylvester Levay hat er mittlerweile vier unvergessliche Erfolgsproduktionen „Elisabeth“, „Marie Antoinette“, „Mozart!“ und „Rebecca“ geschrieben. Aus diesen Musicals hat nun die Sound of Music Concerts eine Show gemacht und sendet gleichzeitig einen musikalscher Dank an das Erfolgsduo Kunze/Levay.
Für so große Muscials braucht man auch große Musicalstars. Jan Amman, Kristin Hölck, Patrick Stanke, Ethan Freeman und Sabrina Weckerlin sowie die Newcomer Annika Firley und Sascha Kurth konnte man dafür gewinnen.
Das besondere an dieser Show ist, dass man durch eine An- und Zwischenmoderation in die Geschichte eintauchen konnte. Man erlebte so mehrere Musicals an einem Abend und nicht nur die Lieder daraus. Die Moderation übernahm bei "Elisabeth" Annika Firley und bei "Mozart" Sascha Kurth.
Der erste aufgehende Stern an diesem Abend war das Musical "Elisabeth". Kristin Hölck überzeugte in der Titelfigur mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrem hervorragendem Schauspiel vor allem bei dem Show gebenden Titel "Ich gehör nur mir". In der Rolle des Kaisers Franz Josef war Patrik Stanke zu sehen. Im gemeinsamen Lied "Boote der Nacht" konnte man förmlich spüren wie weit sich beide voneinander entfernt hatten. Den Sohn Rudolf gab der Newcomer Sascha Kurth. Mit dem Tod hatte er ein gemeinsames Lied "Die Schatten werden länger". Fantatische Stimme, super Schauspiel. Man glaubte, Rudolph lebte für kurze Zeit wieder. Den geliebten "Tod" präsentierte Jan Ammann mit einer Bühnenpräsenz und ausdrucksstarker Stimme. Den Mörder Elisabeths gab uns Ethen Freemann. Bei dem Lied "Milch" oder auch in der Zugabe "Kitsch" spielte er förmlich mit dem Publikum. Seine Stimme und Bühnenpräsenz ist ausnahmslos fesselnd.
Kurz vor der Pause ging dann der zweite Stern mit dem Musical "Rebecca" auf. Hier wurde auf die Moderation verzichtet und nur ein paar Lieder vorgestellt. "Zauberhaft " (Patrick Stanke), "Zeit in einer Flasche" (Sabrina Weckerlin), "Gott warum" (Jan Ammann) und "Rebecca" (Kristin Hölck): Alle Lieder wurden einfach fantastisch vorgestellt. Man konnte einen kleinen Einblick in dieses Musical gewinnen.
Nach der Pause wurde uns der dritte Stern präsentiert, das Musical "Mozart". Hier überzeugte vor allem Patrick Stanke als Mozart. Bei dem Titel "Wie wird man seinen Schatten los" gab es anschließend stehende Ovationen. Den Vater Mozarts gab uns Ethen Freemann sehr emotional. Die Frau von Mozart war Sabrina Weckerlin, ob im gemeinsamen Liebeslied mit Mozart oder auch bei "Irgendwo wird immer getanzt" zeigt sie ihre Wandelbarkeit in Stimme und Schauspiel. Glänzen konnte hier die Newcomerin Annika Firleyals als Schwester Mozarts.
Der letzte aufgehende Stern war Marie Antoinette. Die dargebotenen Lieder, "Illusionen" (Ethen Fremann), "Ich weine nicht mehr" und "Blind vom Licht" (Sabrina Weckerlin) waren Genuss pur, überzeugend kraftvoll und emotional von allen Darstellern. Das Publikum dankte es mit Standing Ovations.
Als Zugabe gab es aus dem Musical Elisabeth "Den letzten Tanz" (Jan Ammann) und "Kitsch" (Ethen Freemann). Besser kann man diese Show nicht mehr abrunden.
Das Publikum konnte gar nicht genug bekommen, mit nicht enden wollendem Applaus für die Darsteller, bedankten sich diese mit einer anschließenden Autogrammstunde.
Unterstützt wurde sie auf der Bühne durch ein 30-köpfiges Ruhrpott-Pourie-Ensemble unter der Leitung von Birgit Zacher. Sie unterstützten die Darsteller bei Ensembleszenen wie "Milch" ("Elisabeth") oder "Ich weine nicht mehr" ("Marie Antoinette"). Musikalisch wurden sie durch die Pianistin Marina Kommissartchik begleitet. Ihr ist es zu verdanken, dass man kein großes Orchester braucht, um die Lieder wirkungsvoll dem Publikum näherzubringen.
Abschließend kann man sagen, diese Show lässt Gold von den einzelnen Musicalstenen regnen. Die Lieder überzeugen durch bewegende Songtexte und unvergängliche Melodien. Wenn dann diese Songs noch von solchen Größen der Musicalbranche dargeboten werden, muss man diese Show einfach sehen.
Im Deutschen Theater wird "Elisabeth" wieder gastieren.
Näheres unter www.deutsches-theater.de
Das Musical "Rebecca" wird ab Dezember 2011 in Stuttgart zu sehen sein.



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