Amberg
SoS! Hilfe!
"Stanke ohne Strom" in München
|
| Patrick Stanke (von links), Sophie Berner, Tim Harbusch, Chris Vega und Chris Dagger. Bild: Christiane Stubenvoll |
Eigentlich ist Patrick Stanke, ein gebürtige Wuppertaler, auf den großen Bühnen des Musicals zu sehen. Er begeisterte das Publikum schon unter anderem als Mozart im gleichnamigen Musical, als D`Artagnan in "3 Musketiere" oder auch als Radames in "Aida". Doch mit seinem eigenen Showprogramm "Stanke ohne Strom" ist er im Namen des Pops und Rocks auf Tour. Mit dabei hat er seine Band, Chris Vega an der Leading Gitarre, Tim Harbusch an den Drums und Chris Dagger am Bass.
Diese vier liefern einen Abend mit Pop und Rock sowie viel Humor. „Die Songs, die wir heute Abend spielen, haben wir alle selbst geschrieben. Nur leider wurden sie uns von anderen Bands geklaut", sagte Stanke. So wurden Lieder wie "We're never gonna survive" von Seal, "Pokerface” (Lady Gaga) oder "Dead or alive” (Bon Jovi) in der ganz eigenen Version der vier performt. Auch verwunderlich, das das Publikum bei Liedern so viel Applaus spendete, hat doch Herr Stanke die Aussage getroffen: "Musicaldarsteller können nicht viel, halt ein bisschen von allem."
Ein bisschen von allem, so war auch dieser Abend. Ein bisschen Rock, ein bisschen Pop, ein bisschen oder auch viel Humor. So wurden von jedem Mitglied der Band ein "Fundstück der Woche" vorgestellt. Dabei waren eine lustige Geschichte aus dem Krankenhaus, ein vorgelesenes Stück aus Dietmar Wischmeyers „Deutschbuch" oder auch ein lustiger Mitschnitt einer Polizeistation. Das Publikum wurde so sehr gut in Stimmung gebracht.
Die Band gab sich als "Band zum Anfassen", waren dem Publikum oft sehr nah. Das Publikum wurde gleich mal miteingebunden. Wann muss man schon in einem Konzert ein Puzzle für die Band zusammenpuzzeln, um an sein Geburtstagsgeschenkt zu kommen.
Diese Show wäre mit den bereits erwähnten Vieren schon mehr als sehenswert. Doch es wurden keine Kosten und Mühen gescheut und ein "special guest" präsentiert. Dieser war Sophie Berner, eine ehemalige Studienkollegin von Patrick Stanke aus München, bekannt als Sally in „Cabaret“ in Berlin. Sie verführte uns mit ihrer Stimme unter anderem mit “Rolling in the Deep” (Adele) oder auch “Valerie” (Amy Winehouse), und vor allem mit "Crazy" von Gnarls Barkley. Sie rockte die Bühne genauso wie die eigentlichen Stars.
Der Star des Abend jedoch war "Patrick Stanke" ob nun am Klavier oder an der Gitarre, gepaart mit seiner unverwechselbaren Stimme und Gesichtsmimik wurden Lieder wie “Not while I'm around” aus dem Musical Sweeny Todd, "Livin’ on a Prayer” von Bon Jovi, "Somewhere over the Rainbow” von Israel Kamakawiwo'ole oder auch Lenas “Satellite”, “Hallelujah” von Jeff Buckley und vielen weiteren Songs zu einem besonderen Genusserlebnis. Seine Bandkollegen übernahmen bei einigen Liedern auch den Background und erwiesen nicht nur an ihren Instrumenten Talent.
Besonders die Lieder “I want to break free” und “Defying Gravity” aus „Wicked“, in dem auch Frau Berner wieder mit von der Partie war, ließen das Publikum im ausverkauften Saal in München zu Begeisterungsstürmen hinreißen.
Die Bühne verließen sie nicht ohne Zugaben und auch völlig schweißgebadet. Schweißgebadet gingen alle aus dieser Show, aber sehr glücklich. Man kann nur hoffen, dass viele weitere dieser Shows, vielleicht auch mit Herrn Stanke, nach München in den Musical & Theater Keller2, den Weg finden.
Wer sich nun über die nächsten Shows, die dort gespielt werden, informierten will, der schaue einfach unter http://www.keller2.de nach.



versenden
drucken
Leserbrief

