Von Bürgerreporter/in Wolfgang Demleitner  |  24.05.2011  | Netzcode: 2813281  |  516 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Schwandorf

Ani Friedrich: Süden

"Für Krimifan Margit"

Bild zu Ani Friedrich: Süden
Manche kaufen Bücher, in die andere Leute etwas hineinschreiben. Bild: Wolfgang Demleitner
Er steht ja überall auf Platz 1, der neueste Krimi von Friedrich Ani mit dem lapidaren Titel "Süden". So heißt der ehemalige Münchner Kommissar, der nach langen Jahren der Abwesenheit in die Landeshauptstadt zurück kehrt und als Privatdetektiv wieder einmal, wie in seinem früheren Leben als Kommissar, eine "Vermissung" aufklären soll.

Wat dat denn, dachte ich bei mich, so ein komisches Wort habe ich noch nie gelesen. Hat hier der Übersetzer unsauber gearbeitet? Nach Denglisch klingt das auch nicht. Einmal oder zweimal hätte ich das ungewohnte Wort noch akzeptiert, aber es kam so oft daher, dass es schon weh tat. Wird wohl ein Fachterminus der Polizei sein. Man hätte aber auch von einer vermissten Person oder einem Vermisstenfall sprechen können.

Sei es wie es sei, dieser, in meinen Augen, kleine Ausrutscher schadet dem äußerst spannenden und gut geschriebenen Kriminalroman nicht, auch wenn Süden und fast alle Personen schlucken wie die Bürstenbinder. Kann ich empfehlen, wie man Friedrich Ani eigentlich immer lesen kann, und das nicht nur wegen der schönen Widmung, die er mir ins Buch geschrieben hat.


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