Hahnbach
Neues aus meinem Familienleben
Kinderzimmer-Umgestaltung
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| Das "neue Reich". |
Aus diesem Grund waren wir vor einiger Zeit dabei, das "neue", vom großen Bruder "geerbte" Zimmer von unserem Fünfjährigen zu streichen. Als erstes tappte er gleich mal in ein paar Farbkleckse auf der Folie, mit der wir den Fußboden abgedeckt hatten und lief dann als lebender Stempel quer durchs Zimmer und hinaus in den Gang. Mein Mann hatte seine liebe Not, ihm gleich die Füße zu waschen und den Boden zu retten. Ich bin ja nimmer so beweglich, drum blieb mir das erspart ...
Der Kleine hat dann auch (leider) sehr fleißig mitgeholfen. Rundum und auch zum Teil in die Steckdosen hat er die Farbe dann verteilt, nachdem ihm der Papa genau erklärt hatte, wie weit er von diesen wegbleiben müsse. Als Kindersicherung war dieselbe für den Strom bereits ausgeschaltet. Nachdem sich der Kleine mehrmals über seine Pinselgröße und darüber beschwert hatte, warum er denn keinen Farbroller hätte und mein Mann sich dann auch noch mit ihm zusammen und dem Farbroller abmühte, beschloss er dann bald, sich nach nebenan – in sein „altes“ Kinderzimmer zurückzuziehen, um dort zu spielen. Nach genauer Fußsohlenkontrolle ließen wir ihn dann auch – nicht ohne ein wenig für diese Entscheidung dankbar zu sein – ziehen.
Sein großer 12-jähriger Bruder malte derweil wirklich fleißig mit und beschwerte sich dann mehrmals darüber, dass sein Bruder gar nicht mithilft, obwohl es doch sein Zimmer wird. Zum Glück drangen die Schallwellen nicht bis ins Nebenzimmer. Später dann ging ich nach unten, um etwas zu trinken und eine kleine Stärkung für uns alle zu besorgen. Als ich zurückkam, war unsere obere Gangtür verschlossen. Im Treppenhaus war die Tür zum Dachboden offen, wo ich den Täter vermutete. Ich rief nach ihm und fragte, wo denn der Schlüssel sei. Er kam kurz an die Treppe und sagte: „Wart mal, ich muss mal kurz überlegen.“ Das klang nicht gut. Aber da die Absperraktion noch nicht allzu lange zurücklag, konnte er sich recht schnell erinnern: „Ich weiß schon.“ Mit diesen Worten stieg er wieder nach oben und fand den Schlüssel wohl auch gleich.
Nach der Lösung dieses Problems und einer kurzen Ansprache meinerseits an den kleinen Sohn, warum man nicht einfach so Türen zusperren und Schlüssel mitnehmen darf, verteilte ich Getränke und Naschsachen. Als ich später aus der Zimmertüre Richtung Speichertreppe schaute, schwang unser Fünfjähriger wie ein kleiner Affe mit dem Stab zum Öffnen der Dachbodentür, der in der Öffnungsvorrichtung eingehängt war, hin und her. Ich musste erstmal zurück ins „Streichzimmer“, da ich das zu lustig fand, um gleich mal zu schimpfen. Wir verboten ihm diese Turnübung eine halbe Minute später, worauf er wieder auf dem Dachboden verschwand, ein paar Spielsachen mitbrachte und dann nach unten stieg.
Ich verschloss dann schnell die Tür, um sofort danach festzustellen, dass der Öffungsstab fehlte. Ich fragte den Kleinen danach und er sagte, dass er ihn auf den Dachboden gelegt hätte. Prima, dann kommt er jetzt nicht mehr ran – ich aber auch nicht. Als ich heute nach oben wollte, brauchte ich eine Trittleiter ...



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