Von Bürgerreporter/in Helmut Wolf  |  10.07.2011  | Netzcode: 2880370  |  389 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Weiden

Wieviel braucht der Mensch zum Leben?

Bei "Arm und Reich" kein Unterschied zu Amerika

Zu diesem Artikel könnte ich alle möglichen Überschriften verwenden,
angefangen von „Gier in unserer Leistungsgesellschaft!“ bis hin zu
„Wieviel braucht der Mensch zum Leben?“, um die Unterschiede zwischen
Arm und Reich in Deutschland wieder einmal darzustellen. Ich saß im Warte-
zimmer einer Facharztpraxis und mein Blick fiel schnell auf einen DIN-A
Zettel, der vor einiger Zeit an der Wand angebracht wurde. Auch reizte
mich gleich diese Überschrift zum Lesen:

"Was geschieht mit unseren Krankenkassenbeiträgen?"

Hier ging es um das Einkommen des Chefs der Kassenärztlichen Bundes-
Vereinigung (KBV) in Deutschland, der sich Andreas Köhler nennt und im
Jahr 260.000 Euro vor seiner Wiederwahl auf diesem lukrativen Posten ver-
diente. Offenbar war die Leistung dieses Menschen dermaßen phänomenal
und großartig, dass man ihm eine Gehaltserhöhung um 35 Prozent, also um
90.000 Euro zubilligte und er nun im Jahr 350.000 Euro hat. Wenn die Aus-
sagen auf diesem Blatt so zutreffen, haben wir die typischen amerikanischen
Verhältnisse auf diesem Gebiet und können alles vergessen, was über die
Banker gesagt worden ist.

Im Text heißt es wörtlich: „Damit verdiene er 50 Prozent mehr als die Spitzen-
verdiener unter den Chefs der Krankenkassen und rund 75 Prozent mehr als
Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Ärzte“,
wird der Präsident der Freien Ärzteschaft Martin Grauduszus zitiert. Während
Köhlers Gehalt exorbitant steige, müssten viele Arztpraxen Umsatzrückgänge
hinnehmen, die der KBV-Chef selbst zu verantworten habe.


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