Weiden
Smiley
Eine tägliche "Spritze" Freundlichkeit im Krankenhaus
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| Krankenhäuser sah ich früher immer lieber von außen. Hier im Bild: "Klinikum Weiden". Bild: Helmut Wolf |
Nun erzähle ich kurz, warum ich auf das Smiley gekommen bin: Mein Krankenhausaufenthalt Ende Juli bis Anfang August hat mich in dieser Hinsicht tatsächlich vieles gelehrt. Nachts hinein ins Krankenhaus (Klinikum) Weiden, das war erst einmal Smiley mit völlig umgekehrtem Vorzeichen – die Mundwinkel krass nach unten, statt nach oben – (Merkel-ähnlich!). Stoßweises Atmen und Luftholen im Sanka, verbunden mit Übelkeit und Brechreiz. Und auf diese Weise hinein in die Notaufnahme, die Uhr zeigte etwa halb vier Uhr früh. In der Aufnahmestation bekam ich die ersten Stunden nur undeutlich mit. Die Angst lähmte!
Doch dass sofort Personal und Arzt zur Stelle waren, das ließ gleich mal aufatmen. Elf Jahre war es denn her, dass ich da drin mal einige Tage zu verbringen hatte. Viele vom diensthabenden Arzt veranlasste Untersuchungen wie Ultraschall, Kernspin, Computertomografie, die „Röhre“ usw. machen dem Patienten bewusst, dass sich nun alles um IHN dreht. Wirklich ohne Übertreibung. Die Zuwendungen des Arztes in fürsorgender Weise machen mich staunen. Das gibt´s doch gar nicht, denke ich – so toll hatte ich es nicht erwartet. Also ziehen sich die Untersuchungen die ersten zwei Tage dahin. Und weil mal das Gröbste vorbei ist, kann der „durch die Mangel gedrehte“ Mensch schon mal ein schüchternes Smiley versuchen.
Ich habe nun Mühe, diesen Artikel n i c h t endlos lang zu bekommen, wenn ich an die vielen Nettigkeiten (in der Übersetzung: Smileys) in den ganzen zehn Tagen des Aufenthalts denke. Man meint, bei den vielen Schichtwechseln unter Kankenschwestern und sonstigem Personal, da muss doch auch mal irgendein etwas mieser Typ darunter sein, der oder die einen anschnauzt oder was. Nein – war nicht der Fall.
Was mich besonders erstaunte: Ich denke nun, dass die Krankenhaus-Führung recht frühzeitig so eine Art Grußpflicht eingeführt hat. Das ist nämlich eine Art zu zeigen, dass auch der unbedeutendste Patient jemand ist, dem Beachtung und Zuwendung geschenkt wird. Draußen „im echten Leben“ laufen wir dann wieder wie die Blödmänner wortlos aneinander vorbei. Ohne Smiley – ohne Alles.



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