Sulzbach-Rosenberg
Der Rollstuhlklub Amberg-Sulzbach auf Urlaubsfahrt
In der Schweiz auf Schloss Wartensee vom 3. bis 7. August
|
| Die Rollis vor dem Eingang zum Schloss Wartensee. |
Zunächst führte die Fahrtroute über Ulm-Lindau-Bregenz, durch die Schweizer Grenze in St. Margareten und dann nach Rohrschach zum Schloss Wartensee, wo Quartier bezogen wurde. Hoch über dem Bodensee liegt dieses Schloss, das Heinrich von Wartensee bereits im Jahr 1243 gründete. Viele Besitzer hat dieses Schloss im Lauf der Jahrhunderte gewechselt. 1994 wurde es renoviert und gehört heute der Stiftung Evangelisch-Reformierten Kirche.
Gleich zu Beginn wurde die Kantonhauptstadt St. Gallen angesteuert. Damit die Rollstuhlfahrer und ihre Gehbehinderten nicht die vielbefahrenen Straßen überqueren mussten, konnte man mit dem Lift nach unten fahren, bequem die unterirdische Passage durchgehen und wieder mit dem Lift hinauf fahren und schon befanden sich die Rollstuhlfahrer im Zentrum von St. Gallen.
Viel Staunen rief die barocke Kathedrale mit ihren vier Rokoko-Seitenaltären hervor. Bereits im Jahr 612 wurde der Grundstein zu dieser Kirche gelegt. Ein weiteres Ziel war die Schaukäserei in Appenzell und die Stadt Stein am Rhein. In Stein am Rhein konnte man die vielen Malereien an den Hausfassaden mit ihren kunstvollen Erkern betrachten.
Der Rheinfall in Schaffhausen rang allen 35 Teilnehmern große Bewunderung ab. Denn er ist der größte Wasserfall Europas. In einer Breite von 150 Metern fällt das Wasser des Rheins 23 Meter mit Getöse hinab. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist vor zirka 15.000 Jahren entstanden. Mit der Zahnradbahn fuhr die Gruppe hinauf zum Luftkurort Heiden. Bemerkenswert ist, stellten die Rollstuhlfahrer fest, dass in der Schweiz der Straßenverkehr, (selbst bei Kreuzungen von Bundesstraßen) alle Fahrzeuge reibungslos durch viele Kreisel gelenkt wird.
In Frauenfeld konnten die Teilnehmer erleben, dass sogar im Tunnel der Straßenverkehr durch den Kreisverkehr gelenkt wird. Allgemein wurde festgestellt, dass sich unsere Straßenplaner von der Schweiz große Scheiben abschneiden könnten. Wenn man den wahnsinnig großen Wald- und Landverbrauch an der B85 bei Siebeneichen betrachtet, kommt einem das Grausen. Ein Kreisverkehr hätte nicht einmal die Hälfte Wald-und Landverbrauch und etwa nur 1/3 gekostet. So verschwenderisch wird mit unserem Steuergeld umgangen, stellten die Rollstuhlfahrer zum Schluss der Reise fest.



versenden
drucken
Leserbrief

