Altenstadt
Liebe kennt keine Altersbegrenzung
Buch-Tipp: „Lavendel-Splitter“ von Viola Ries
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| Buch: „Lavendel Splitter“. |
Die Frau hatte eigentlich schon mit dem „Liebesleben“ abgeschlossen, bis ihr neuer Nachbar in ihr Leben trat, bei langen Spaziergängen mit tiefsinnigen, amüsanten aber meist kontroversen Gesprächen, stellten sie eine Art Seelenverwandtschaft fest. Er machte keinen Hehl um seine Gefühle für sie und regte sie an, aus ihrer Lethargie „zumindest gedanklich“ zu erwachen. Ihre beste Freundin, die selbst in einer Beziehung mit einem verheirateten Mann war, ermunterte sie, nicht immer vernünftig zu sein, sondern sich ihren Gefühlen zu stellen und ihnen nachzugeben.
Sie blühte innerlich richtig auf, veränderte total ihr Outfit, von einer frechen Frisur bis zu einer neuen Garderobe. Auch ihre etwas angespannte Beziehung zu ihren Söhnen, sah sie plötzlich in einem anderen Licht.
Es änderte sich ihre Sichtweise auf die restlichen Jahre ihres Lebens, indem sie ihr Eheleben mit ihrem verstorbenen Mann, noch mal Revue passieren ließ.
So kam es wie es kommen musste, wie ein „junges“ verliebtes Paar verbrachten sie viel Zeit miteinander, viele romantische Stunden an einem kleinen See im Wald und ein reger Austausch von liebevollen SMS waren die Folge.
Aber irgendwann war es nicht mehr zu verheimlichen, zu oft war er von zu Hause weg und so gestand er auch seiner Frau die Liebe zur Nachbarin.
Gespräche von Frau zu Frau, zwischen der Ehefrau und der Geliebten, brachten nichts ein und konnten die Liebenden nicht aufhalten. Als dann die Liebe ihren Höhepunkt erreicht hatte, indem sie eine gemeinsame Nacht verbrachten, kam es zum Eklat, er musste sich entscheiden, fünfzig Jahre Eheleben hinter sich zu lassen oder mit fast siebzig Jahren nochmals ganz von vorn zu beginnen.
Er entschied sich, letztendlich für seine Frau und die Familie, zurück blieb eine enttäuschte "Geliebte", die abrupt in die Wirklichkeit zurück geholt wurde, aber trotzdem keine Sekunde der Zeit der gemeinsamen Liebe missen möchte.
Eine letzte Aussprache, bei der er zaghaft versuchte, ihr zu erklären, warum er sich so entschieden hat und ihr auch die ehrlichen Gefühle, die er tief in sich trägt, noch mal gestand, waren nur noch ein schwacher Trost für sie.
Was bleibt ist eine weitere Erfahrung, wohlgemerkt, eine sehr schöne in ihrem Leben, die leider kein Happyend fand.
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