Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  07.09.2011  | Netzcode: 2952809  |  377 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Fisch der Gesundheit zuliebe

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Ein bis zweimal pro Woche sollte man Fisch essen“, sagt Anita Drick, die staatlich geprüfte Diätassistentin und Verpflegungsmanagerin/DGE am Klinikum St. Marien Amberg. Denn Fisch enthält Omega-Drei-Fettsäuren. Die wirken Entzündungen entge-gen, sind gut gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei Depressionen.

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird empfohlen, nicht mehr als 30 Prozent des Energiebedarfs mit Fett zu decken. 10 Prozent sollte mit gesättigten Fettsäuren gedeckt werden, 10 bis 13 Prozent mit einfach ungesättigten und der Rest mit mehrfach ungesättigten. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. Sie müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Die Botenstoffe aus Omega-6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd, während diejenigen aus Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken. Um das Herz-Kreislauf-Risiko gering zu halten, sollte das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren deshalb maximal 5:1 betragen.

„Fettarme Fische haben weniger Omega-Drei-Fettsäuren“, sagt Anita Drick. Daher gilt beim Fisch: Je mehr Fett ein Fisch enthält, desto besser. Seefisch ist daher besonders geeignet. Die Diätassistentin rät zu Hering und Makrele. Neben den Omega-Drei-Fettsäuren enthält Fisch außerdem Jod. Das ist wichtig für die Schilddrüse.

Durch unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten mit einem zu hohen Konsum an Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukten werden aktuell etwa 7 mal mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren in Deutschland verzehrt, was gesundheitliche Nachteile birgt.

Daher sollte neben der allgemeinen Fettmengenreduktion besonderes Augenmerk auf die Qualität der Fette und auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-reichen Lebensmitteln gerichtet werden.

Der regelmäßige Verzehr von fettreichem Seefisch wie z.B. Hering oder Makrele, Leinöl, Hanföl, Walnüssen und Sojaprodukten leistet einen wertvollen Beitrag für die herzgesunde Ernährung. Aber nicht nur da wirken Omega-3-Fettsäuren wahre Wunder. Auch bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und atopischen Ekzemen entfalten diese besonderen Fette ihre entzündungshemmende und somit schmerzlindernde Wirkung.

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